Euro unter leichtem Druck – US-Inflation bleibt stabil
Der Euro hat am Dienstag eine kleine Schwächephase erlebt. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1651 US-Dollar, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Morgengeschäft bedeutete. Die jüngsten US-Inflationszahlen sorgten deutlicherweise für keine nennenswerten Reaktionen am Devisenmarkt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs mit 1,1654 Dollar leicht unter dem Niveau des Vortags von 1,1692 Dollar an. Der US-Dollar kostete damit im Gegenzug 0,8580 Euro.
Ein genauer Blick auf die Dezemberdaten zur US-Inflation zeigt eine weitestgehende Stagnation. Die Jahresinflation betrug unverändert 2,7 Prozent, was den Erwartungen der Analysten entsprach. Die Kerninflation, die volatile Preise für Energie und Nahrungsmittel ausklammert, lag bei 2,6 Prozent und damit leicht darunter. Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen kommentierte die Lage als unentspannt. Thomas Gitzel von der VP Bank schlägt in dieselbe Kerbe: Die Preisdaten zeigen weiterhin keine sichtbaren Auswirkungen durch die Zollpolitik der USA. Dies könnte der US-Notenbank Fed möglicherweise Spielraum für weitere Zinssenkungen geben.
Die Fed hatte bereits im Dezember den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte reduziert. Viele Marktbeobachter rechnen im Verlauf des Jahres mit weiteren Zinssenkungen in den USA. Der japanische Yen hingegen musste deutliche Verluste hinnehmen. Berichten zufolge könnte die japanische Premierministerin Sanae Takaichi, die im Oktober 2025 ins Amt kam, durch neue Mehrheitsverhältnisse an Einfluss gewinnen. Takaichi ist bekannt für ihre aggressive Fiskal- und expansive Geldpolitik.
Zusätzlich legte die EZB die Referenzkurse für andere wichtige Währungen fest: 0,86600 britische Pfund, 185,12 japanische Yen und 0,9311 Schweizer Franken je Euro. Der Preis für die Feinunze Gold stieg auf 4.605 Dollar, etwa 8 Dollar mehr als am Vortag.

