Euro-Stabilität im Fokus trotz geopolitischer Unsicherheiten
Der Euro hat sich nach anfänglichen Verlusten zu Wochenbeginn am Dienstag stabil präsentiert. Am Morgen lag der Kurs der Gemeinschaftswährung bei 1,1660 US-Dollar, was dem Niveau des vorangegangenen Abends entspricht. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzwert zuletzt etwas höher auf 1,1673 US-Dollar festgesetzt.
Auf dem Devisenmarkt lenken die diplomatischen Bestrebungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts weiterhin die Aufmerksamkeit auf sich. Obgleich noch kein Frieden in Sicht ist, gibt es Anzeichen für einen umfassenden Verhandlungsprozess, der alle Konfliktparteien umfasst und seit dem Beginn der russischen Offensive vor fast dreieinhalb Jahren ein Novum darstellt.
Experten der Dekabank äußerten Zweifel, ob Russland bereit ist, von seinen Forderungen abzurücken. Zudem verweisen sie auf Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach Gelder aus Europa für den Kauf von Waffen in den USA verwendet werden sollen. Diese Entwicklung könnte die Debatte über eine gemeinsame Schuldenfinanzierung innerhalb der Europäischen Union nochmals befeuern.
Spannung verspricht auch das bevorstehende Notenbanker-Treffen in Jackson Hole, bei dem der Auftritt von Fed-Chef Jerome Powell erwartet wird. Powell könnte die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten sowie Revisionen älterer Zahlen nutzen, um einen Richtungswechsel der Fed zu argumentieren, während die Unsicherheit im Hinblick auf die Inflation das Haupthindernis für eine deutliche Zinssenkung am 17. September bleibt.

