Euro schwächelt: Konjunkturdaten belasten, Hoffnungsschimmer vorhanden

Der Euro hat im Vergleich zum US-Dollar jüngst weiter an Wert verloren und notierte zuletzt bei 1,1806 Dollar, dem tiefsten Stand seit einer Woche. Während der Gemeinschaftswährung im frühen Handel noch ein höherer Wert zugeschrieben wurde, setzte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs schließlich auf 1,1826 Dollar fest. Für den Dollar mussten somit 0,8455 Euro aufgewendet werden.
Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland trugen zur Belastung des Euros bei. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) meldete, dass die Konjunkturerwartungen im Februar unerwartet gesunken sind, entgegen der Optimisten, die mit weiteren Verbesserungen gerechnet hatten. Dennoch bleiben einige Experten zuversichtlich. Robin Winkler von der Deutschen Bank hob hervor, dass sich die ZEW-Erwartungen auf einem Niveau stabilisieren, das zuletzt Anfang 2022 gesehen wurde, und sprachen von positiven Anzeichen für eine deutsche Konjunkturbelebung.
Auch das britische Pfund kam unter Druck, da schwächeres Lohnwachstum und eine leicht gestiegene Arbeitslosenquote registriert wurden. Diese Entwicklungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England mit zwei möglichen Zinssenkungen auf die Wirtschaftsherausforderungen reagieren könnte.
Die Europäische Zentralbank veröffentlichte zudem die Referenzkurse für den Euro gegenüber anderen wichtigen Währungen: 0,87330 britische Pfund, 181,06 japanische Yen und 0,9116 Schweizer Franken. Der Goldpreis fiel zuletzt, wobei die Feinunze Gold aktuell 4.869 Dollar kostet, was einem Rückgang von etwa 123 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.

