Euro legt Verschnaufpause ein: Stabilisierung nach turbulenten Tagen
Nach turbulenten Kursbewegungen der letzten Tage zeigt sich der Euro am Dienstag stabil. Er pendelte sich am Nachmittag bei 1,0920 US-Dollar ein, was dem Morgenkurs entsprach. Die Europäische Zentralbank bestimmte den Referenzkurs für einen Euro auf 1,0950 US-Dollar, leicht gesunken im Vergleich zu den 1,0967 Dollar des Vortags. Der US-Dollar wurde auf Basis dieser Werte mit 0,9132 Euro gehandelt.
Zuvor hatte der Euro, durch die aggressive Zollpolitik der USA gestärkt, signifikante Gewinne verzeichnet. Am vergangenen Donnerstag kletterte die Gemeinschaftswährung auf 1,1144 US-Dollar, ihren höchsten Stand seit einem halben Jahr. Doch in den letzten beiden Handelstagen musste der Euro einen Teil dieser Gewinne wieder abgeben.
Die angespannte Zollpolitik der US-Regierung dominiert weiterhin die Finanzmärkte. Dennoch konnte der Euro laut einem Kommentar der Landesbank Hessen-Thüringen wenig Nutzen aus den jüngsten Marktumbrüchen ziehen. Eine Lösung im Zollstreit scheint nicht in Sicht, und Analysten rechnen in den kommenden Tagen mit anhaltender Volatilität an den Finanzmärkten.
Generell blieb der Euro auch in Bezug auf andere wichtige Währungen weitgehend stabil. Die EZB legte den Referenzkurs für ein britisches Pfund bei 0,85644, für einen japanischen Yen bei 160,65 und für einen Schweizer Franken bei 0,9349 fest. Der Goldpreis stieg in London leicht, mit einer Feinunze, die am Nachmittag 3.009 US-Dollar kostete, 26 Dollar mehr als am Vortag.

