Euro im Abwärtstrend: US-Dollar setzt Aufwertung fort
Der Euro erleidet weiterhin Verluste gegenüber dem US-Dollar. Am Dienstagnachmittag erreichte der Wechselkurs 1,1540 Dollar, nachdem die Gemeinschaftswährung am Morgen noch fast 1,16 Dollar gehandelt wurde. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs auf 1,1533 Dollar fest, was einen Rückgang gegenüber dem Referenzwert vom Montag bei 1,1654 Dollar bedeutet.
Somit beläuft sich der Dollarpreis auf 0,8671 Euro, im Vergleich zu 0,8581 Euro am Vortag. Ursprünglich lag der Euro noch bei 1,1750 Dollar, doch die Einigung im Zollstreit zwischen den USA und der Europäischen Union führte zu einem deutlichen Rückgang. Analysten der Dekabank sehen die Ursache in der einseitigen Natur des Abkommens, das den Euro unter Druck gesetzt hat.
Devisenexperte Michael Pfister von der Commerzbank erklärt, dass durch die neuen Zölle auf EU-Waren erneut die Probleme der Eurozone aufgezeigt wurden. Weitere Entwicklungen bleiben abzuwarten, da Pfister auch mögliche geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank Fed in den Fokus rückt. Die erwarteten Zinssenkungen ab September könnten den politischen Druck der US-Regierung reflektieren und eventuell den Dollar abschwächen.
Der aktuelle Anstieg des US-Verbrauchervertrauens, erfasst durch das Marktforschungsinstitut Conference Board, verlieh dem Dollar jedoch keinen zusätzlichen Schub. Für andere wichtige Währungen legte die EZB die Referenzkurse am Dienstag auf 0,86500 britische Pfund, 171,58 japanische Yen und 0,9305 Schweizer Franken pro Euro fest.
Bemerkenswert ist auch der Goldpreis, der in London am Dienstagnachmittag auf 3.323 Dollar anstieg, was einem Plus von 9 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.

