Euro gewinnt nach gemischten US-Arbeitsmarktdaten an Boden

Der Euro hat am Dienstag nach Veröffentlichung der gemischten US-Arbeitsmarktdaten an Wert gewonnen und wurde zuletzt mit 1,1777 US-Dollar gehandelt, nachdem er kurzzeitig sogar die Marke von 1,18 Dollar überschritten hatte. Dies erreichte den höchsten Stand seit Ende September. Am Morgen war die Gemeinschaftswährung noch auf 1,1744 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1776 Dollar fest, während ein Dollar 0,8491 Euro wert war.
Der US-Arbeitsmarktbericht präsentierte ein gemischtes Bild: Der Beschäftigungszuwachs übertraf die Erwartungen, doch stieg auch die Arbeitslosenquote. Zudem entwickelten sich die Stundenlöhne schwächer als prognostiziert. "Die aktuellen Ergebnisse aus dem Arbeitsmarkt zeichnen ein uneinheitliches Bild für die Wirtschaft", erklärte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Während Investitionen in Künstliche Intelligenz das BIP-Wachstum antreiben, kämpft die konjunktursensitive Logistikbranche mit Stellenabbau.
Trotz schwächer als erwartet ausgefallener Konjunkturdaten aus der Eurozone zeigte sich der Euro robust. Die Unternehmensstimmung im Euroraum verschlechterte sich im Dezember überraschend deutlich. Dennoch signalisiert der Einkaufsmanagerindex weiterhin ein wirtschaftliches Wachstum. Vincent Stamer, Volkswirt bei der Commerzbank, kommentierte: "Die Einkaufsmanagerindizes deuten auf eine moderate wirtschaftliche Belebung hin, angetrieben hauptsächlich vom Dienstleistungssektor." Die deutsche Industrie kämpft hingegen mit geopolitischen Spannungen und einer abnehmenden Wettbewerbsfähigkeit.
Weitere Referenzkurse der EZB für den Euro lagen bei 0,87640 britische Pfund, 182,07 japanische Yen und 0,9351 Schweizer Franken. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg um 16 Dollar auf 4.321 Dollar.

