Euro behauptet sich – EZB setzt auf abwartende Haltung
Der Euro konnte sich im jüngsten Handel an der Wall Street behaupten und erreichte zuletzt einen Wert von 1,1768 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs der Gemeinschaftswährung auf 1,1756 US-Dollar festgesetzt, nachdem er am Mittwoch bei 1,1726 US-Dollar gelegen hatte. Gleichzeitig kostete der Dollar 0,8506 Euro, nachdem er am Vortag bei 0,8528 Euro notiert hatte.
Die EZB hat ihre Leitzinsen nach mehreren Zinssenkungen unverändert belassen. Präsidentin Christine Lagarde betonte, dass die Zentralbank in einer soliden Ausgangsposition sei und die weitere Entwicklung zunächst beobachten wolle. Angesichts der anhaltend unsicheren Lage, die insbesondere durch Handelskonflikte geprägt ist, bleibt Vorsicht geboten.
Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer merkte an, dass Präsidentin Lagarde die Erwartungen einer letzten Zinssenkung im September dämpfte. Das prognostizierte Absinken der Inflationsrate unter die Zielmarke von zwei Prozent werde nur von kurzer Dauer sein. Zudem schloss Lagarde eine zukünftige Diskussion über notwendige Zinserhöhungen nicht aus, was laut Krämer darauf hinweist, dass die Commerzbank in diesem Jahr keine weiteren Zinssenkungen erwartet.

