EU und Indien setzen Zeichen für internationalen Handel
Experten hatten bereits seit Jahrzehnten die bevorstehenden Potenziale eines Handelsabkommens mit Indien hervorgehoben. Nun ist es endlich so weit: Die Europäische Union und Indien haben eine Vereinbarung getroffen, die neue Türen für den Handel öffnen wird. Indiens umfangreicher Markt, die stabile Rechtslage und die hohe Qualifikation der dortigen Arbeitskräfte waren seit jeher verlockende Argumente. Doch auf die Umsetzung solch eines Abkommens mussten viele lange warten.
Diese Entwicklung könnte kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen. In den USA hat sich die Wirtschaftspolitik unter Donald Trump stark verändert, indem der zuvor proklamierte Freihandel durch protektionistischere Maßnahmen ersetzt wurde. Gleichzeitig verfolgt China zunehmend eine Strategie der Eigenständigkeit.
Vor diesem Hintergrund ist es für europäische Nationen, allen voran Deutschland als Exportweltmeister, essenziell, neue Märkte zu erschließen. Gerade in Zeiten, in denen die Weltwirtschaft von Umbrüchen geprägt ist, zeigt sich, dass der Handel weitreichende Vorteile für alle beteiligten Seiten verspricht, wenn auch nicht zwangsläufig für alle gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen.

