EU und Indien peilen monumentales Freihandelsabkommen an
Die Europäische Union und Indien befinden sich in den letzten Zügen eines ambitionierten Freihandelsabkommens, das noch in diesem Jahr besiegelt werden soll. Als 'das größte dieser Art auf der Welt' bezeichnet es EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Neu-Delhi. Sie räumt ein, dass der Abschluss durchaus anspruchsvoll ist, zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass beide Seiten, in Eintracht mit Indiens Premierminister Narendra Modi, das Abkommen zeitnah erfolgreich abschließen werden.
Ein solcher Vertrag könnte den internationalen Handel erheblich stimulieren, indem Zölle gesenkt, Regelungen harmonisiert und Lieferketten vereinfacht werden. Bereits zwischen 2007 und 2013 versuchten die beiden wirtschaftlichen Giganten, zu einer Einigung zu gelangen, jedoch ohne Erfolg. Erst drei Jahre zuvor wurden die Verhandlungen neu aufgenommen und gewinnen nun an Fahrt.
Im Rahmen ihres Besuchs in Indien thematisierte von der Leyen die Freihandelsverhandlungen auch bei einem wichtigen Treffen mit Premierminister Modi. Begleitet wird sie von Mitgliedern der EU-Kommission, die ihre diplomatische Arbeit erst im Dezember angetreten hatten. Das Treffen ist zudem eine Gelegenheit, die strategische Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, internationaler Sicherheit und Klimaschutz weiter auszubauen. Für Indien, als fünftgrößte Volkswirtschaft weltweit, fungiert die EU als größter Handelspartner, mit einem bilateralen Handelswert von beeindruckenden 120 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

