EU-Protektionismus beflügelt Salzgitter-Aktien: Ein neuer Höhenflug?
Die jüngsten Entwicklungen im europäischen Protektionismus setzen neue Impulse für die Salzgitter-Aktie. Dank einer Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler setzte sich die Kursrally des Stahlunternehmens zu Wochenbeginn fort. Mit einem Anstieg um nahezu ein Prozent erreichte der Aktienkurs einen Wert von 32,64 Euro, den höchsten Stand seit Mitte 2023. Noch vor einer Woche rangierten die Papiere bei rund 25 Euro.
Den Schwung erhielten sie durch Berichte über den Plan der Europäischen Union, die Stahlimporte zu beschränken. EU-Industriekommissar Stephan Sejourne habe zudem angedeutet, dass Zölle auf Importe, die die neuen Quoten überschreiten, erhoben werden sollen. Im Hintergrund steht die Reaktion auf protektionistische Maßnahmen der USA und günstige Stahlimporte aus China. Wie das 'Handelsblatt' berichtet, plant die EU, Zölle von 50 Prozent auf Stahlimporte zu erheben, die hiesige Kontingente überschreiten.
Analysten bewerten diese Schutzzölle als Unterstützung für die europäische Stahlindustrie und als Rückenwind für Unternehmen wie Salzgitter. Diese Maßnahmen könnten entscheidend sein, um die Stahlpreise und Margen in der Region zu stabilisieren.
Thomas Schulte-Vorwick vom Bankhaus Metzler hebt hervor, dass diese Initiativen der EU zum 'Gamechanger' für die Branche werden könnten. Schulte-Vorwick erhöhte sein Kursziel für Salzgitter von 25 auf 39 Euro und änderte die Einstufung von 'Hold' auf 'Buy'. Neben der potenziellen Preisanhebung sieht er auch das deutsche Infrastrukturpaket und gestiegene Verteidigungsausgaben als Faktoren, die die Nachfrage zusätzlich befeuern könnten.

