Ukraine-Krieg

EU plant neue Russland-Sanktionen

05. Februar 2024, 17:05 Uhr · Quelle: dpa
Am 24. Februar jährt sich der Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine zum zweiten Mal. Die EU will dazu einmal mehr demonstrieren, dass sie die Aggression niemals akzeptieren wird.

Brüssel (dpa) - Zum zweiten Jahrestag des Krieges in der Ukraine wird in der EU ein neues Paket mit Russland-Sanktionen vorbereitet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sieht es eine erhebliche Erweiterung der Liste mit Personen und Einrichtungen vor, deren in der EU vorhandene Vermögenswerte eingefroren werden müssen.

Zudem sollen auch weitere Unternehmen sanktioniert werden, die zur militärischen und technologischen Stärkung Russlands oder zur Entwicklung seines Verteidigungs- und Sicherheitssektors beitragen. An sie dürften aus der EU dann keine militärisch nutzbaren Güter und Technologien mehr verkauft werden.

Zuletzt hatte die EU mit diesem Instrument beispielsweise auch Unternehmen ins Visier genommen, die in China, Usbekistan, dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässig sind und die an der Umgehung der EU-Strafmaßnahmen beteiligt sein sollen.

Mehr als 200 neue Ziele?

Die konkreten Vorschläge für das mittlerweile 13. Sanktionspaket wurden nach dpa-Informationen am Wochenende von Spitzenbeamten der EU-Kommission Vertretern der Mitgliedstaaten vorgestellt. Im nächsten Schritt soll jetzt der Entwurf für einen Sanktionsbeschluss erarbeitet werden, dem dann alle 27 Mitgliedstaaten formell zustimmen müssen. Insgesamt könnten den Planungen zufolge deutlich mehr als 200 Personen und Unternehmen von den zusätzlichen Strafmaßnahmen betroffen sein.

Das bislang letzte EU-Sanktionspaket gegen Russland umfasste unter anderem das Verbot, Diamanten und Diamantschmuck aus Russland in die Europäische Union einzuführen. Schon länger gibt es unter anderem ein weitreichendes Einfuhrverbot für Rohöl, Kohle, Stahl, Gold und Luxusgüter sowie Strafmaßnahmen gegen Banken und Finanzinstitute.

Außerordentliche Erträge für die Ukraine?

Zum Jahrestag des Angriffskriegs könnte neben dem 13. Sanktionspaket auch die bereits seit längerem geplante Abschöpfung von Erträgen aus der Verwahrung eingefrorener russischer Zentralbank-Gelder für die Ukraine beschlossen werden.

Das vereinbarte Verfahren sieht nach Angaben von Diplomaten vor, in einem ersten Schritt dafür zu sorgen, dass die außerordentlichen Erträge aus der Verwahrung von Vermögen der russischen Zentralbank gesondert aufbewahrt werden. In einem zweiten Schritt ist dann geplant, einen Teil der Gelder an die von Russland angegriffene Ukraine weiterzuleiten. Dafür müssen allerdings noch weitere Rechtstexte ausgearbeitet werden.

Schätzungen zufolge könnte jährlich eine Summe in Milliardenhöhe anfallen, da in der EU nach Kommissionsangaben mehr als 200 Milliarden Euro der russischen Zentralbank eingefroren wurden und die Erträge aus der Verwahrung des Kapitals laufend steigen.

Politik / EU / Krieg / Konflikte / Sanktionen / Europa / Russland / Ukraine
05.02.2024 · 17:05 Uhr
[1 Kommentar]
Schwimmendes LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archiv)
Frankfurt/Main - Der Anstieg der Öl- und Gaspreise durch den Irankrieg droht, die deutschen Importe fossiler Brennstoffe dieses Jahr um einen Betrag in zweistelliger Milliardenhöhe zu verteuern. Das zeigt eine Berechnung, die die staatliche Großbank KfW auf Anfrage der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" erstellt hat. 2026 sei mit einem Anstieg […] (04)
vor 55 Minuten
Beyond Aero: Dieser Geschäftsjet soll mit Wasserstoff fliegen
Der Luftverkehr steht vor der Herausforderung, seine Emissionen deutlich zu reduzieren, ohne dabei auf Reichweite und Wirtschaftlichkeit zu verzichten. Wasserstoff gilt seit einigen Jahren als vielversprechender Energieträger, doch konkrete Anwendungen in der zivilen Luftfahrt befinden sich bislang meist im experimentellen Stadium. Ein französisches […] (00)
vor 11 Stunden
Demonstration gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen
Berlin (dpa) - Es ist ein regelrechtes Beben, das derzeit durchs Land geht: Tausende Menschen gehen gegen sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen auf die Straße. In den sozialen Medien fordern Prominente und Influencer härtere Strafen für die Täter. Und auch im Bundestag wird das Thema heiß diskutiert.  Dabei ist es nicht neu. «Sexualisierte digitale […] (00)
vor 2 Stunden
Rematch: Season 3 startet jetzt mit neuen Missionstypen, Battle Pass Belohnungen und mehr
Rematch , das preisgekrönte Action-Fußballspiel von Sloclap, dem Studio hinter  Sifu, setzt mit mit dem Start von  Season 3  zum nächsten Treffer an und bringt frische Inhalte auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Hier ein kurzer Überblick über die Neuerungen, bevor es zurück ins nächste Spiel geht: Tägliche und wöchentliche Missionen: […] (00)
vor 9 Stunden
«New York Homicide» geht weiter
Der Sender setzt am Montagabend auf neue US-Doku-Fälle und baut seine Krimi-Schiene weiter aus. Sat.1 Gold erweitert sein True-Crime-Angebot und zeigt ab Montag, 13. April, die neuen Folgen der Doku-Reihe New York Homicide als Free-TV-Premiere. Zum Auftakt laufen ab 20.15 Uhr direkt zwei Episoden hintereinander, die sich mit realen Mordfällen aus der US-Metropole beschäftigen. Damit setzt der […] (00)
vor 1 Stunde
WTA-Tour/ATP-Tour – Miami
Miami Gardens (dpa) - Alexander Zverev ist beim Masters in Miami erneut an Angstgegner Jannik Sinner gescheitert. Im Halbfinale unterlag der deutsche Tennis-Star dem italienischen Weltranglistenzweiten in einem Klasse-Match mit 3: 6, 6: 7 (4: 7). Zverev spielte wie zuletzt aggressiver und servierte stark, zog gegen Sinner aber wie in den letzten sechs […] (00)
vor 51 Minuten
ETF der Woche: Wenn die Welt brennt, kaufen clevere Anleger diesen Fonds
Die Krise als Stresstest – und dieser ETF besteht ihn Technologiewerte unter Druck, zyklische Aktien im freien Fall, Energiepreise auf Mehrjahreshoch: Das Marktumfeld des ersten Quartals 2026 ist für klassische MSCI-World-Investoren schmerzhaft. Wer hingegen auf Minimum-Volatility-Strategien gesetzt hat, schläft ruhiger. Der Xtrackers MSCI World […] (00)
vor 55 Minuten
Green Bridge Metals: 1. Bohrphase bei „Titac South“ abgeschlossen
Lüdenscheid, 27.03.2026 (PresseBox) - Green Bridge Metals Corp. (ISIN: CA3929211025; WKN: A3EW4S), freut sich, ein Update zu seinem laufenden Phase-1-Diamantkernbohrprogramm dem Projekt “Titac” bereitzustellen, das sich im “South Contact District” des Unternehmens im Nordosten des US-Bundesstaates Minnesota befindet. Das Projekt “Titac” beherbergt eine […] (00)
vor 12 Stunden
 
US-Präsident Trump
Miami (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus «Straße von Trump» […] (07)
Klima-Kurskorrektur in Houston: Wirtschaftsministerin Reiche rüttelt am Netto-Null-Dogma
Während die EU-Kommission in Brüssel weiterhin am Ziel der Klimaneutralität bis 2050 […] (02)
US-Präsident Trump
Miami (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für […] (03)
Containerschiff in Wilhelmshaven (Archiv)
Berlin - Der Wirtschaftswissenschaftler und persönliche Berater von Finanzminister […] (01)
Milliarden-Deal mit Trump: Der schmutzige Windkraft-Exit von TotalEnergies
In den Hinterzimmern der US-Energiepolitik wurde ein Deal geschmiedet, der die […] (02)
Apple AirPods Max 2 ab sofort vorbestellbar
Vor knapp zehn Tagen hat Apple die lang erwarteten AirPods Max 2 […] (01)
Skispringen: Weltcup
Planica (dpa) - Der slowenische Saison-Dominator Domen Prevc hat beim Skifliegen in […] (01)
RTL Living zeigt neue Jamie-Oliver-Reihe
Der Spartensender setzt auf eine neue Staffel mit Fokus auf preiswerte Gerichte – allerdings […] (00)
 
 
Suchbegriff