EU-Gesetzgebung stärkt Schutz der Doggerbank in der Nordsee
Die Europäische Union hat neue Maßnahmen zum Schutz der wertvollen Nordsee-Sandbank Doggerbank eingeführt, die von der Bundesregierung als ausgewogener Schritt zwischen Umweltschutz und den Interessen der Fischerei gelobt werden. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer betonte, dass der Schutz der Meeresschätze direkt zur Sicherung der Zukunft der Fischereiwirtschaft beitrage.
Durch die kürzlich von der Europäischen Kommission verabschiedeten Regelungen werden bedrohte Arten und Lebensräume in Nordsee-Schutzgebieten geschützt. Besonders im Fokus steht in diesem Fall die Doggerbank, die durch die Einschränkung der mobilen grundberührenden Fischerei, etwa mit Grundschleppnetzen, vor schädlichen Eingriffen bewahrt werden soll.
Die Maßnahmen treten Mitte November in Kraft und ergänzen die aktuellen Einschränkungen im Natura-2000-Schutzgebiet Doggerbank. Ab dem 18. November soll in rund der Hälfte der geschützten Meeresfläche der Einsatz bestimmter Fanggeräte das ganze Jahr über verboten sein.
Laut Bundesumweltminister Carsten Schneider erhalten die gefährdeten Arten so eine echte Überlebenschance, wodurch die Nordsee insgesamt gestärkt wird. Mit einer enormen Fläche von etwa 18.000 Quadratkilometern gilt die Doggerbank als die größte Sandbank der Nordsee und als einzigartiges Naturmonument. Das deutsche Teilgebiet dieser Sandbank liegt etwa 250 Kilometer vor der Küste und gehört zum europäischen Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000.

