EU fordert Zurückhaltung nach US-Eingriff in Venezuela

Die Spitzenvertreter der Europäischen Union haben angesichts der jüngsten US-Militäraktionen in Venezuela zur strikten Einhaltung des Völkerrechts aufgerufen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte auf X die Wichtigkeit der Grundsätze des internationalen Rechts und der UN-Charta. Besonnenheit sei in der aktuellen Lage geboten, erklärte sie nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio.
Die EU verfolgt die Geschehnisse in Venezuela mit Aufmerksamkeit, so Kallas weiter. Man habe mehrfach darauf hingewiesen, dass es Präsident Maduro an Legitimität mangele, und man setze sich für einen friedlichen Wandel ein. Besonders der Schutz von EU-Bürgern in Venezuela stehe dabei im Vordergrund.
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich zum US-Einsatz und unterstrich die Bedeutung internationaler Rechtsnormen. Ohne den Einsatz direkt zu kritisieren, betonte sie, dass jede Lösung für Venezuela friedlich und demokratisch sein müsse.
In ähnlicher Weise appellierte EU-Ratspräsident António Costa auf X an die Konfliktparteien zur Deeskalation. Die Union strebe weiterhin eine Lösung an, die im Einklang mit dem Völkerrecht und den Prinzipien der UN-Charta steht und sich für eine friedliche, demokratische und inklusive Entwicklung in Venezuela einsetzt.
Die Vereinigten Staaten hatten zuvor mitgeteilt, dass sie bei einem Militäreinsatz in Venezuela den dortigen Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht haben. Die Angriffe zielten nach Berichten auf militärische Einrichtungen und Kommunikationszentralen.

