Ethereum plant 16,7M Gas-Limit unter Vitalik Buterins neuem Vorschlag
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin und der Ethereum Foundation-Forscher Toni Wahrstätter haben eine Obergrenze für den Gasverbrauch einer einzelnen Transaktion vorgeschlagen. Ziel ist es, die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Effizienz zu bewahren, während sich das Protokoll weiterentwickelt.
Der Entwurfsvorschlag, EIP-7983, setzt ein Gas-Limit von 16,77 Millionen pro Transaktion. Interessanterweise stellt dies eine signifikante Änderung gegenüber der aktuellen Architektur dar, bei der eine einzelne Transaktion das gesamte Gas-Limit eines Blocks aufbrauchen kann.
Entwickler argumentieren, dass dieses offene Design Ethereum Risiken wie Denial-of-Service (DoS), inkonsistenter Netzwerkbelastung und langsamerer Blockverifizierung aussetzt, insbesondere da die Kette zunehmend komplexe DeFi- und Zero-Knowledge-Anwendungen unterstützt.
EIP-7983
Mit der Einführung einer festen Obergrenze möchten Buterin und Wahrstätter einen vorhersehbareren Ressourcenverbrauch erzwingen, ohne die typischen Nutzeraktivitäten wesentlich zu beeinträchtigen. Dabei wird angemerkt, dass die meisten Transaktionen aktuell weit unter der vorgeschlagenen Schwelle liegen.
Transaktionen, die das Gas-Limit von 16,77 Millionen überschreiten, würden bei der Validierung abgelehnt. Ein solcher Schritt würde sicherstellen, dass übergroße Transaktionen nicht in Blöcke gelangen können, während das Block-Gas-Limit selbst weiterhin von den Validierern unter den bestehenden Konsensregeln anpassbar bleibt.
Die Autoren sehen diesen Schritt als Teil eines umfassenderen Bestrebens, die Basisstruktur von Ethereum zu vereinfachen und die Netzzuverlässigkeit zu verbessern, was im Wesentlichen Buterins jüngste Aufrufe widerspiegelt, das Protokolldesign zu straffen, inspiriert von Bitcoins minimalistischer Ethik.
Erleichterung der zkVM-Einschränkungen
Entwickler, die an zkVMs und parallelen Ausführungs-Engines arbeiten, haben Schwierigkeiten hervorgehoben, mit Transaktionen umzugehen, die unvorhersehbare Gasgrößen haben. Sie glauben, dass eine feste Obergrenze die ingenieurstechnischen Beschränkungen erleichtern und eine bessere Aufteilung der Arbeitslasten über Threads hinweg ermöglichen könnte.
Es wird erwartet, dass das Limit auch das Risiko verringert, dass eine einzelne Transaktion die Ressourcen eines Blocks monopolisiert. Dadurch würde die Konsistenz bei den Ausführungszeiten und der Blockausbreitung verbessert. Während das vorgeschlagene Limit erfordern mag, dass einige große Einsätze in kleinere Segmente aufgeteilt werden, steht es im Einklang mit Ethereums langfristigem Ziel, modulare und nachweisbare Systeme zu unterstützen, während die Nutzererfahrung gewahrt bleibt.
EIP-7983 baut auf dem inzwischen stagnierenden EIP-7825 auf, aber mit einer niedrigeren Obergrenze. Der Vorschlag befindet sich derzeit im Entwurfsstatus und ist nun für Diskussionen in der Community geöffnet, während Entwickler seine praktischen Auswirkungen auf das Netzwerk bewerten.

