Erstbesuch in Saudi-Arabien: Alabali Radovan schmiedet neue Allianzen in der Entwicklungszusammenarbeit
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) nutzte ihren historischen Besuch in Saudi-Arabien, um potenzielle Kooperationen in Syrien und den Palästinensergebieten zu erkunden. Dabei betonte Alabali Radovan nicht nur die Bedeutung Saudi-Arabiens als strategischen Partner für Deutschland, sondern auch die Notwendigkeit, neue Allianzen zu knüpfen, insbesondere angesichts des Rückzugs der USA aus der globalen Entwicklungszusammenarbeit. Der Besuch in Riad markierte das erste Mal, dass eine deutsche Entwicklungsministerin dem Golfstaat einen offiziellen Besuch abstattete. Im Fokus der Gespräche standen die Aktivitäten des Saudischen Entwicklungsfonds (SDF), der sowohl humanitäre Hilfe in der islamischen Welt als auch Kredite für globale Entwicklungsprojekte bereitstellt.
Alabali Radovan traf sich zudem mit einem hochrangigen Staatssekretär des saudischen FinanzMinisteriums, um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Ein zentrales Thema war der mögliche Wiederaufbau des kriegsgeplagten Gazastreifens. Alabali Radovan sprach die Notwendigkeit an, konkrete Pläne für den Wiederaufbau zu entwickeln, und unterstrich Deutschlands Engagement für einen Waffenstillstand sowie die Freilassung von Geiseln, die Hamas und andere extreme Gruppen in Israel während des Oktober 2023 überfielen.
Zuvor hatte die Ministerin in Amman, Jordanien, ein Wasserprojekt besucht, das von der Bundesregierung unterstützt wird. Angesichts der wachsenden Bevölkerung aufgrund von Flüchtlingszuwanderung ist das Wasser in Jordanien überaus knapp. Solche Besuche unterstreichen die vielschichtigen Herausforderungen und Chancen in der Region. Der Rückzug der USAID unter US-Außenminister Marco Rubio hinterlässt eine signifikante Lücke in der globalen Entwicklungspolitik. Trotzdem sieht sich Deutschland ebenfalls zunehmenden Sparmaßnahmen gegenüber, da Kürzungen im Entwicklungsministerium für die Jahre 2025 und 2026 auf dem Plan stehen.

