Erschütternde Berichte über Hinrichtungen ukrainischer Gefangener durch russische Truppen
Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen hat berichtet, dass wahrscheinlich 62 ukrainische Gefangene von russischen Streitkräften hingerichtet wurden. Diese Vorfälle ereigneten sich laut Angaben der UNO zwischen Anfang September und Ende November und umfassten 19 verschiedene Ereignisse.
Trotz der ernsthaften Natur dieser Berichte betont das Büro, dass eine vollständige Verifizierung nur nach sorgfältiger Prüfung durch Zeugenaussagen und handfeste Beweise erfolgt. In fünf Fällen mit insgesamt 15 Toten gibt es bereits eindeutige Belege. Ein besonders schockierender Vorfall war eine Exekution in der Nähe von Mykolajiwka in der Donezk-Region. Videobilder sollen zeigen, wie russische Soldaten das Feuer auf offensichtlich unbewaffnete ukrainische Gefangene eröffnen, die daraufhin zu Boden gehen.
Nada Al-Nashif, die stellvertretende Hohe Kommissarin für Menschenrechte, äußerte große Besorgnis über die zunehmenden Anschuldigungen, dass gefangene ukrainische Soldaten von russischen Truppen hingerichtet werden. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen im Februar 2022 hat das Menschenrechtsbüro das Ableben von mehr als 12.300 Zivilpersonen dokumentiert, während über 27.800 Personen Verletzungen erlitten haben. Obwohl nur dokumentierte Fälle erfasst werden, geht das Büro von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.
Berichte von freigelassenen Gefangenen beiderseits deuten auf erlittene Folter hin, so der UN-Bericht für den Zeitraum September bis November 2024.

