Erneute Luftangriffe in der Ukraine: Odessa und Charkiw im Fokus
In einer weiteren Eskalation des anhaltenden Konflikts hat Russland in der Nacht erneute Luftangriffe auf die Ukraine durchgeführt. In der strategisch wichtigen Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer führte dies laut Militärgouverneur Oleh Kiper zu einem Todesfall und Schäden an der zivilen Infrastruktur. Auch in der Region Cherson, im Süden des Landes, verlor ein 35-jähriger Mann bei einem Drohnenangriff sein Leben. Laut Informationen von Militärgouverneur Olexander Prokudin ereignete sich der Zwischenfall in der Nähe der Stadt Beryslaw, wo der Mann bei einem Angriff auf einen Traktor tödlich verwundet wurde.
Weiter nördlich, in Charkiw, meldete Bürgermeister Ihor Terechow, dass bei nächtlichen Drohnenangriffen insgesamt 27 Personen verletzt wurden, darunter drei Kinder. Die Angriffe richteten sich gegen Wohnhäuser in zwei Stadtteilen und hinterließen eine Spur der Verwüstung.
Nach Informationen der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland in der Offensive 101 Drohnen und Drohnenattrappen ein, von denen 58 erfolgreich abgewehrt und 17 durch elektronische Mittel vom Himmel geholt wurden. Zudem feuerte Moskau vier umfunktionierte Flugabwehrraketen des Typs S-300/400 ab, womit sie auf ihre Präzision in diesem Konflikt setzten.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe seinerseits 93 ukrainische Drohnen abgeschossen, die über russischem Gebiet und der seit 2014 annektierten Krim eingesetzt worden waren. Die Auseinandersetzungen sind ein weiterer Beleg für die anhaltenden Spannungen, da die Ukraine sich seit über drei Jahren gegen die russische Invasion verteidigt, wobei sie zunehmend auch Ziele auf russischem Boden ins Visier nimmt.

