Erneute Brandsätze auf Bahnstrecke: Sabotage sorgt für massive Störungen im Schienenverkehr
Die bedeutende Nord-Süd-Verbindung der Deutschen Bahn zwischen Duisburg und Düsseldorf erlebte kürzlich einen weiteren Sabotageakt, der den Schienenverkehr stark beeinträchtigt. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen zündeten Unbekannte Brandsätze und lösten damit erheblichen Schaden aus. Die Polizei wertet die Taten als vorsätzliche Angriffe und hat den Staatsschutz eingeschaltet. Erste Indizien deuten auf ein linksradikales "Kommando Angry Birds" hin, das ein Bekennerschreiben auf der Plattform "Indymedia" veröffentlicht hat. Die Echtheit des Schreibens wird derzeit noch überprüft.
Die Konsequenzen sind drastisch, da es zu erheblichen Störungen im Fern- und Regionalverkehr kommt. Die Reparaturen werden länger andauern als ursprünglich geplant, was sowohl Reisende als auch die Bahn stark belastet. Mehr als 620 Züge täglich nutzen diese Strecke, die nun durch einen Pendelbusverkehr ersetzt wird. Alternative Routen führen über Dortmund und Wuppertal, jedoch kommen viele Reisende an den Hauptbahnhöfen Duisburg und Düsseldorf zum Erliegen.
Eine Vielzahl an Zugverbindungen ist betroffen, darunter die ICE-Linien nach Berlin und Frankfurt sowie zahlreiche Regionalverbindungen wie die S-Bahn-Linie S1 und die Regionallinien RE1, RE5, RE6 und RE19. Der unvorhergesehene Eingriff wirft Fragen zu Sicherheitsmaßnahmen und der Prävention zukünftiger Anschläge auf. Der Vorfall reiht sich in eine lange Geschichte von Sabotageakten gegen die Infrastruktur der Deutschen Bahn ein, die teils politisch motiviert waren.

