Epstein-Skandal: Forderung nach Transparenz setzt Trump unter Druck
Im andauernden Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben mehrere Frauen, die sich als dessen Opfer bezeichnen, von der US-Regierung eine umfassende Offenlegung aller Gerichtsakten gefordert. Bei einer Pressekonferenz vor dem US-Repräsentantenhaus in Washington traten sie entschieden für Transparenz ein und verlangten die Schwärzung nur jener Details, die notwendig sind, um die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen.
US-Präsident Donald Trump wies erneut Vorwürfe einer zu engen Beziehung zu Epstein zurück und beschuldigte die Demokraten, den Fall unnötig aufzubauschen. Seit Monaten schwelt ein Streit um die genaue Beziehung zwischen Trump und Epstein, der zu Lebzeiten als Kopf eines Missbrauchsrings agiert haben soll. Nachdem Epstein 2019 verhaftet und noch im selben Jahr tot in seiner Zelle aufgefunden wurde, befeuerte sein Tod Spekulationen über mögliche Verstrickungen in die High Society der USA. Trotz bisher fehlender Belege für ein Fehlverhalten Trumps existieren Videos, die zeigen, dass Trump Zeit mit Epstein verbrachte.
Mit dem Ziel, den Druck auf die Regierung zu erhöhen, sprachen sich auch Abgeordnete beider Parteien für einen Gesetzesentwurf aus, der die vollständige Offenlegung der Epstein-Akten anstrebt. Anouska de Georgiou, eine mutmaßliche Betroffene, betonte, dass es nur einen Grund gebe, das Gesetz zu blockieren: Verbrechen zu vertuschen. Trump reagierte im Weißen Haus auf die Forderungen der Opfer und erklärte: 'Es sind nie endende Demokraten-Lügen.' Er beschwerte sich über die anhaltende mediale Aufmerksamkeit und unterstrich seine Errungenschaften in den letzten acht Monaten, die seiner Meinung nach das Hauptthema sein sollten.
Innerhalb der Republikanischen Partei wächst der Druck. Auch wenn viele Parteikollegen Trump die Treue halten, fordert ein wachsender Teil von ihnen die Offenlegung der Dokumente, da Trump sich im Wahlkampf demonstrativ für Transparenz starkgemacht hatte.

