Entschlossene Initiative: Bayern will illegale Drohnen abfangen
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seine Entschlossenheit unterstrichen, die bayerischen Polizeibefugnisse im Kampf gegen illegale Drohnenüberflüge deutlich auszubauen. Ein eigens dafür konzipiertes bayerisches Drohnen-Abwehrgesetz soll der Polizei ermöglichen, mit landesrechtlichen Mitteln 'sehr schnell und selbstständig abzuschießen'. Diese Ankündigung folgte einer Sitzung des CSU-Vorstands in München und signalisiert, dass weiteres Handeln nicht nur notwendig, sondern auch unmittelbar bevorstehend sei.
Während Söder die Notwendigkeit einer starken Stellung im Angesicht der wachsenden Bedrohung durch Drohnen betont, soll ein neues bayerisches Drohnenzentrum entwickelt werden. Ziel ist es, die notwendigen Drohnen - sogenannte Fang- und Jagddrohnen - für den Abfang- und gegebenenfalls Abschuss zu schaffen. Solche technologischen Entwicklungen könnten Bayern zur Vorreiterregion in der Drohnenabwehr machen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, ebenfalls aus der CSU, hat kürzlich vergleichbare Maßnahmen auf Bundesebene initiiert. Eine Gesetzesänderung im Luftsicherheitsbereich war bereits durch die damalige rot-grüne Minderheitsregierung angestoßen, jedoch nicht umgesetzt worden. Diese Neuerungen unterstreichen die Dringlichkeit des Themas, da zuletzt Drohnen an dänischen Flughäfen für erhebliche Betriebsstörungen gesorgt hatten, und auch deutsche Flughäfen vermehrt von Zwischenfällen betroffen sind.
Vor diesem Hintergrund sind die Maßnahmen von Söder und Dobrindt nicht nur ein Schritt zur Stärkung der nationalen Sicherheit, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung des reibungslosen Luftverkehrs in einer Zeit, in der Drohnen eine steigende Gefährdung darstellen.

