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Enteignung durch Schulden: Ihr Geld ist in Gefahr

09. Januar 2026, 10:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Enteignung durch Schulden: Ihr Geld ist in Gefahr
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Die Politik kauft sich Zeit auf Ihre Kosten. Erfahren Sie, warum die globale Schuldenparty in einer massiven Geldentwertung enden muss.
Bert Flossbach analysiert wachsende Staatsverschuldung in Schlüsselstaaten und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Die Wahrheit ist brutal einfach: Wer an der Macht bleiben will, kauft sich Wählerstimmen auf Pump und vernichtet dabei schleichend Ihr Vermögen.

Es ist ein globales Trauerspiel. Regierungen weltweit haben das Schuldenmachen nicht nur akzeptiert, sondern zur Kunstform erhoben. Die bittere Realität dahinter ist eine politische Bankrotterklärung, die wir alle bezahlen werden.

Bert Flossbach, Gründer des Kölner Vermögensverwalters Flossbach von Storch, legt den Finger tief in die Wunde. Seine Analyse zum Jahresstart 2026 ist keine bloße Marktbeobachtung, sondern eine Warnung vor dem systematischen Wertverfall unseres Geldes durch politische Feigheit.

Deutschland ruiniert seine wirtschaftliche Basis durch pure Reformangst

Die Diagnose ist eindeutig: Deutschland ist wieder der kranke Mann Europas, und die Krankheitssymptome sind schlimmer als zur Jahrtausendwende.

Seit sechs Jahren wächst die deutsche Wirtschaft real nicht mehr. Das ist kein statistischer Ausrutscher, das ist ein historisches Versagen. Unternehmen schließen Fabriken oder fliehen ins Ausland, während der Standort Deutschland in Bürokratie erstickt.

Das Rekordhoch des DAX ist dabei eine gefährliche Illusion. Es spiegelt nicht die Kraft der deutschen Wirtschaft wider, sondern lediglich die Gewinne, die Konzerne im Ausland erwirtschaften. Hierzulande werden Jobs abgebaut.

Das politische Problem ist psychologischer Natur: Das Trauma der Agenda 2010 sitzt tief. Gerhard Schröder sanierte zwar das Land, verlor aber die Macht. Die heutige politische Kaste zieht daraus eine fatale Lehre: Wer Reformen wagt, fliegt raus. Also wird nicht reformiert. Stillstand ist der Preis für den Machterhalt.

Frankreichs politische Lähmung zwingt die Eurozone in Geiselhaft

Wenn Deutschland krank ist, liegt Frankreich bereits auf der Intensivstation. Unser Nachbarland hat sich zum Inbegriff der Reformverweigerung entwickelt.

Jeder Versuch, die verkrusteten Strukturen aufzubrechen, endet im Chaos. Ob Gelbwesten oder Bauernproteste – die Straße regiert, nicht das Parlament. Das Resultat ist eine explodierende Staatsverschuldung von fast 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Eigentlich müsste die Sorge um Frankreich die Eurozone sprengen. Dass dies nicht passiert, liegt allein an der Europäischen Zentralbank. Das einstige „Whatever it takes“-Versprechen für Italien gilt implizit längst auch für Paris.

Ironischerweise stehen die einstigen Sorgenkinder besser da: Spanien prosperiert mit fast drei Prozent Wachstum, und selbst Italien stabilisiert seinen Schuldenstand. Frankreich hingegen bleibt das unkalkulierbare Risiko im Herzen Europas.

Trumps Schuldenexzesse führen den Dollar in die Entwertung

Wer glaubt, jenseits des Atlantiks sehe es besser aus, irrt gewaltig. Die USA rasen mit Vollgas auf eine Schuldenkrise zu.

Mit einer Verschuldung von fast 130 Prozent und einem Defizit von über sieben Prozent lebt die Weltmacht weit über ihre Verhältnisse. US-Präsident Donald Trump steht 2026 vor einem Scherbenhaufen: Das Konsumentenvertrauen sinkt, die Zölle machen das Leben teuer, eine „Affordability Crisis“ greift um sich.

Nur der Boom der Technologiekonzerne und KI-Investitionen hält die Fassade noch aufrecht. Doch Trump braucht billiges Geld, um seine Wahlversprechen zu finanzieren und die Schuldenlast zu tragen.

Die Unabhängigkeit der Notenbank Fed steht auf dem Spiel. Wenn Jerome Powell im Mai seinen Stuhl räumt, ist der Weg frei für eine Geldpolitik, die Staatsdefizite direkt finanziert. Das Ziel ist klar: Die Schulden durch negative Realzinsen weginflationieren und ausländische Gläubiger enteignen.

Die Flucht in Gold ist der logische Schutz vor dem Währungsverfall

Das Muster ist überall gleich: Schuldenmachen ist salonfähig, Sparen ist politischer Selbstmord.

Staatspleiten wird es dennoch nicht geben. Nicht, weil die Staaten solide wirtschaften, sondern weil die Notenbanken als Retter letzter Instanz jeden Brand mit frisch gedrucktem Geld löschen. Zu groß ist die Angst vor dem Kollaps des globalen Finanzsystems.

Doch dieser Rettungsanker hat einen Preis: die Kaufkraft der Währungen. Wenn alle großen Währungsräume – Euro, Dollar, Yen – das gleiche Spiel der Entwertung spielen, bleibt nur ein Gewinner.

Gold rückt wieder in den Fokus als Währung der letzten Instanz. Es ist der einzige Wertanker, den Politiker nicht beliebig vermehren können, um ihre Wiederwahl zu finanzieren.

Finanzen / Global / Wirtschaft / Verschuldung / Gold / Deutschland / Frankreich
[InvestmentWeek] · 09.01.2026 · 10:00 Uhr
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