Bitcoin-ETFs verzeichnen größte Abflüsse seit Januar

Der Bitcoin-Kursrückgang ist nicht isoliert zu betrachten, da die börsengehandelten Fonds (ETFs), die die Performance der Kryptowährung nachbilden, in der vergangenen Woche ihre größten Abflüsse seit Ende Januar verzeichneten. Daten von SoSoValue zeigen, dass der Mai nach zwei aufeinanderfolgenden Wochen massiver Abflüsse negativ ausfällt.
Über $1,25 Milliarden abgezogen
Die Spot-Bitcoin-ETFs befanden sich seit Anfang April auf einem beeindruckenden Wachstumskurs. In den folgenden sechs Wochen wurden mehr Mittel in die Fonds investiert als abgezogen. Diese positive Entwicklung endete jedoch in der Woche bis zum 15. Mai, als Investoren $1 Milliarde aus den Fonds abzogen. In den letzten fünf Handelstagen stiegen die Nettoabflüsse auf $1,26 Milliarden, der höchste Wert seit Ende Januar. Dadurch sanken die kumulierten Nettozuflüsse auf knapp über $57 Milliarden, nachdem sie vor wenigen Wochen noch bei $59,34 Milliarden lagen.
Der Montag war mit Abflüssen von fast $650 Millionen der schmerzhafteste Tag. Am Dienstag folgten $331 Millionen, am Mittwoch $70 Millionen, am Donnerstag $101 Millionen und am Freitag $105 Millionen. Besonders betroffen war der IBIT-Fonds von BlackRock, der allein am Montag $445 Millionen verlor.
Insgesamt zeigen die Zuflüsse für Mai nun einen Rückgang von $1 Milliarde.
Nicht nur die ETFs betroffen
Auch der Bitcoin-Kurs selbst hat im Mai Verluste erlitten. Nach einem Anstieg um 11,87% im April begann der Mai positiv, und die Kryptowährung erreichte ein Mehrmonatshoch von fast $83.000. Nachdem dieser Wert nicht gehalten werden konnte, fiel der Kurs am Freitag und heute auf ein Monatstief von $74.200. Neben den ETF-Abflüssen könnten Unsicherheiten im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen und Verkäufen anderer Investoren zu diesem Rückgang beigetragen haben.
Aktuelle Daten von CoinGlass zeigen, dass Bitcoin im Mai nun über 1% im Minus liegt und unter $75.500 notiert.

