Entain zahlt über eine halbe Milliarde Pfund zur Beilegung von Bestechungsermittlungen
Der Sportwettenanbieter Entain hat bekannt gegeben, dass er eine Zahlung in Höhe von 585 Millionen Pfund (674 Mio Euro) leisten wird, um eine Untersuchung wegen Bestechung beizulegen. Die Vereinbarung mit der britischen Finanzbehörde HMRC sieht vor, dass das Unternehmen die genannte Summe zahlt. Dies wurde am Freitag in einer offiziellen Mitteilung veröffentlicht. Entain betreibt verschiedene Sportwetten- und Glücksspielmarken, darunter Ladbrokes, Corel und bwin.
Dem Unternehmen wird vorgeworfen, nicht genug Maßnahmen ergriffen zu haben, um Bestechung zu verhindern. Die Ermittlungen beziehen sich auf eine ehemalige türkische Tochtergesellschaft, die bereits im Jahr 2017 verkauft wurde. Berichten zufolge haben die Behörden den Verdacht geäußert, dass Entain nicht ausreichend vorausschauend gehandelt habe, um Bestechung zu verhindern, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.
Bereits im August hatte Entain eine mögliche Einigung in Aussicht gestellt und angekündigt, eine angemessene Summe für den Zweck zurückzustellen. In der offiziellen Mitteilung des Unternehmens wurde erklärt, dass man sich grundsätzlich mit der Staatsanwaltschaft geeinigt habe. Die endgültige Zustimmung durch ein Gericht steht jedoch noch aus. Zusätzlich zur Zahlung von 585 Millionen Pfund plant Entain auch, 20 Millionen Pfund an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden.
Entain ist an der Londoner Börse gelistet und im britischen Aktienindex FTSE 100 vertreten. Das Unternehmen hat nun einen großen Schritt unternommen, um die Untersuchungen wegen Bestechung beizulegen und sich mit der britischen Finanzbehörde zu einigen. (eulerpool-AFX)

