Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie nimmt Arbeit auf
Die Enquete-Kommission des Bundestages hat in einer ersten öffentlichen Sitzung den Dialog mit Vertretern aus den Bundesländern eröffnet, um die bisherigen Analysen zur Corona-Pandemie zu vergleichen. Der Fokus lag auf den Erfahrungen landesspezifischer Gremien, die bereits ähnliche Untersuchungen durchgeführt haben. Franziska Hoppermann (CDU), Vorsitzende der Kommission, betonte die Wichtigkeit eines "breiten Blicks" und erhofft sich dadurch wertvolle Einsichten.
Ein zentraler Punkt der Debatte war die Bürgerbeteiligung an der Aufarbeitung. Die Brandenburger Enquete-Kommissionsvorsitzende, Sina Schönbrunn (SPD), unterstrich die Notwendigkeit, die Öffentlichkeit aktiv einzubeziehen. Dafür wurden in Brandenburg Livestreams und ein Kontaktformular eingeführt, die auf hohe Resonanz stoßen.
Auch in Baden-Württemberg sind Bürger durch ein Forum beteiligt, wie Alexander Salomon berichtet. Dieses Bürgerforum diente auch dazu, gesellschaftliche Spaltungen zu adressieren. Salomon äußerte die Hoffnung, dass das Bundestagsgremium aufgrund seiner nationalen Reichweite eine noch breitere öffentliche Beteiligung fördern kann. Die Überwindung gesellschaftlicher Spaltungen durch die Kommission sieht er als bedeutenden Auftrag.
Die Kommission soll umfassend die Pandemie und ihre Auswirkungen untersuchen. Dafür wurde sie offiziell bis Mitte 2027 mandatiert. Neben monatlichen Sitzungen sind sowohl nicht-öffentliche Treffen als auch öffentliche Anhörungen mit Experten und Betroffenen geplant, um fundierte Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

