Energietechnik im Aufwind: GE Vernova mit beeindruckendem Auftragszuwachs
Der internationale Energietechnikkonzern GE Vernova profitiert derzeit enorm von der weltweit steigenden Energienachfrage und freut sich über einen bemerkenswerten Anstieg der Aufträge. Besonders im Gasgeschäft erlebte das Unternehmen im vierten Quartal einen boomenden Auftragseingang, der organisch um beachtliche 65 Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar anstieg. Diese positive Entwicklung ist bemerkenswert, da dabei mögliche Währungs- und Portfolioeffekte nicht berücksichtigt wurden. GE Vernovas Auftragsbestand erreichte zum Jahresende 150 Milliarden US-Dollar. Speziell der Bereich Gasturbinen verzeichnete ein starkes Wachstum und erhöhte sich von 33 auf 40 Gigawatt. Die Netztechniksparte des Unternehmens zeigte sich ebenfalls stabil und profitabel.
Der steigende Strombedarf, ausgelöst durch den zunehmenden Einsatz von KI-Systemen in Rechenzentren, den Bau neuer Fabriken und die umfassende Elektrifizierung, begünstigt Unternehmen wie GE Vernova und Siemens Energy gleichermaßen. Im vorbörslichen Handel stieg der Kurs der Vernova-Aktie um mehr als sieben Prozent, was zeitweise auch Siemens Energy zu neuen Höhenflügen verhalf, bevor die Kurse sich wieder etwas normalisierten. Im frühen New Yorker Handel konnte die Vernova-Aktie dennoch ein Plus von 0,8 Prozent verzeichnen.
Im Schlussquartal legte Vernovas Umsatz um vier Prozent auf fast elf Milliarden Dollar zu, womit die Erwartungen der Analysten übertroffen wurden. Auch in organischer Hinsicht wuchs der Umsatz um zwei Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zeigte allerdings nur eine leichte Verbesserung von rund 1,1 auf 1,16 Milliarden Dollar, was unter den Erwartungen der Analysten lag. Letztlich erzielte GE Vernova einen Jahresgewinn von 3,7 Milliarden Dollar, was maßgeblich durch einen Steuervorteil in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar unterstützt wurde.
Zudem hat GE Vernova seine Prognosen für die Jahre 2026 bis 2028 angehoben. Diese beinhalten nun auch den auf Transformatoren spezialisierten Hersteller Prolec, den das Unternehmen vollständig übernehmen wird. Der Abschluss dieser Akquisition wird für Anfang Februar angestrebt.

