Eintrübungen und Hoffnungsschimmer: Globale wirtschaftliche Entwicklungen im Überblick
Die Konsumstimmung in den USA zeigt sich resilienter als prognostiziert. Der von der Universität Michigan ermittelte Index verzeichnete im November einen Rückgang um 2,6 Punkte auf 51,0 Punkte, jedoch fiel das Ergebnis weniger dramatisch aus als erwartet, da eine erste Schätzung optimistisch revidiert wurde.
In Europa gerät die Unternehmensstimmung ins Wanken. Der S&P Global Einkaufsmanagerindex zeigt für den Euroraum ein leichtes Nachlassen um 0,1 Punkt auf nunmehr 52,4 Punkte, was die erste Verschlechterung seit Mai darstellt. Besorgniserregender ist die Lage in Großbritannien, wo der Index um 1,7 Punkte auf 50,5 fiel und sich so der kritischen Schwelle von 50 Punkten nähert, welche für Expansion steht.
Auch innerhalb Deutschlands wächst die Unruhe. Erhebungen des Ifo-Instituts legen nahe, dass jedes zwölfte Unternehmen Existenzängste plagt. Deren Anteil hat sich auf 8,1 Prozent erhöht, eine Entwicklung, die womöglich die Unternehmensinsolvenzen auf einem hohen Stand halten wird, wie Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe anmerkte.
Japan begegnet seinen wirtschaftlichen Herausforderungen mit einem ambitionierten Konjunkturpaket. Die Regierung bewilligte Maßnahmen im Wert von 21,3 Billionen Yen, um unter anderem den Anstieg der Lebenshaltungskosten durch Gutscheine und Zuschüsse abzufedern. Zugleich verzeichnete das Land im Oktober eine leicht angestiegene Inflationsrate von 3,0 Prozent, angetrieben durch steigende Hotel- und Versicherungspreise.
In Europa appelliert EZB-Präsidentin Christine Lagarde an Reformen im Binnenmarkt zur Kompensation der US-Zölle und setzt damit ein wirtschaftspolitisches Signal. Nebenan bremst Deutschland ein Sparpaket für Krankenkassenbeiträge aus, da der Bundesrat es vorerst in den Vermittlungsausschuss verwies. Auch auf geopolitischer Bühne ist Engagement gefragt, da wichtige europäische Führungen sich in den Friedensprozess der USA für die Ukraine einbringen wollen.

