Einfluss der Konjunkturdaten: US-Staatsanleihen unter Druck
Die US-amerikanischen Staatsanleihen erlebten am Dienstag eine leichte Talfahrt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, bekannt als T-Note-Future, sank um 0,24 Prozent und notierte bei 111,86 Punkten. Im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe auf 4,26 Prozent.
Ausschlaggebend für diesen Anstieg der Renditen waren jüngste Konjunkturdaten. Ein Lichtblick zeigte sich in der amerikanischen Industrie, wo sich die Stimmung im Juni etwas positiver entwickelte als ursprünglich prognostiziert. Der Einkaufsmanagerindex ISM verzeichnete erstmalig nach vier aufeinanderfolgenden Rückgängen einen Anstieg, blieb jedoch weiterhin unter der kritischen Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dieses Niveau deutet nach wie vor auf eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Industrie hin.
Obgleich sich optimistischere Töne im Handelskonflikt mehren, sind die US-Einkaufsmanager weiterhin vorsichtig in ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Zukunft, kommentiert Constantin Lüer von der Landesbank NordLB. Eine zentrale Herausforderung für die Unternehmen bleibt die unklare Situation bei den Zollregelungen. Diese Unsicherheiten treiben einerseits die Kosten in die Höhe, während andererseits die Auftragslage rückläufig bleibt.

