Ein Zeichen des Vertrauens: Fernando Chico Pardo investiert in Banamex
Nachdem Citigroup angekündigt hatte, 25 % seiner Anteile an Banamex zu verkaufen, sorgt der mexikanische Unternehmer Fernando Chico Pardo mit seiner Investition in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar für Aufsehen. Dieser strategische Schritt wird als Vertrauensbeweis in die mexikanische Regierung und das ökonomische Potenzial des Landes angesehen.
Die Transaktion, die nach der Zustimmung der mexikanischen Regulierungsbehörden im nächsten Jahr abgeschlossen werden soll, folgt auf das im Januar 2022 von Citigroup verkündete Vorhaben, sich aus dem Retail-Banking in Lateinamerika zurückzuziehen. Der damalige Präsident Mexikos, Andrés Manuel López Obrador, hatte damals den Wunsch geäußert, dass die Bank "mexikanisiert" werde, da ausländische Banken tendenziell Gewinne außer Landes schaffen, anstatt sie in Mexiko zu reinvestieren.
Chico Pardo betonte, dass er vor sechs Monaten tiefere Verhandlungen mit dem US-Finanzgiganten aufgenommen hatte. Er sieht die notwendige ausländische Investition als Ergänzung zur inländischen Investition, um die Wirtschaft voranzubringen.
Citigroup hatte Banamex, eine der größten Banken Mexikos, 2001 erworben. Unter Citigroups Führung avancierte Banamex zur viertgrößten Bank des Landes, mit einem Netzwerk von 1.300 Filialen und 13 Millionen Kunden.
Der erfahrene Unternehmer Chico Pardo, der derzeit als Vorstandsvorsitzender von ASUR fungiert, ist auch Chef von Promecap, einer Private-Equity-Firma. Seine Pläne sehen vor, den verbleibenden Teil von Banamex an die Börse zu bringen, wobei er selbst der Hauptanteilseigner bleiben wird.

