Ein versuchtes Attentat und diplomatische Spannungen: Irans Präsident Peseschkian im Gespräch
Im Schatten des jüngsten Konfliktes zwischen Israel und Iran hat sich Irans Präsident Massud Peseschkian in einem aufschlussreichen Interview zu Wort gemeldet. Laut eigenen Aussagen entging er unlängst nur knapp einem Attentat während eines israelischen Militärschlags auf Teheran. Dieses Statement erschien während eines Interviews mit dem US-amerikanischen Talkmaster Tucker Carlson, in dem Peseschkian die dramatische Lage am damaligen Kriegstag schilderte. Die Bombardierung zielte auf das Gebiet, in dem sich Peseschkian zu Beratungen befand.
Diese Offenbarung kommt im Zuge des ersten öffentlichen Interviews Peseschkians nach dem sogenannten Zwölftagekrieg, der mit einem israelischen Angriff am 13. Juni seinen Anfang nahm. In der Folge kam es zu weiträumigen Bombardierungen sowohl militärischer als auch ziviler Ziele im Iran, woraufhin Iran mit einem Raketenbeschuss auf Israel reagierte. Die USA griffen ebenfalls aufseiten Israels ein, indem sie drei kritische nukleare Anlagen Irans attackierten. Nachdem eine Waffenruhe eingetreten ist, verweisen viele auf die zuvor ins Stocken geratenen Gespräche zwischen Washington und Teheran über das iranische Atomprogramm.
Trotz der angespannten Lage bekräftigte Peseschkian die Verhandlungsbereitschaft Irans gegenüber den Vereinigten Staaten, äußerte jedoch auch sein Misstrauen. Er fragte rhetorisch, wie Iran Vertrauen fassen könne, wenn mitten in den Gesprächen erneut Angriffe des "israelischen Regimes" drohten. Präsident Peseschkian erneuerte seine Kritik an Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, dem er vorwarf, ein falsches Bild über Irans nukleare Ambitionen zu skizzieren. Er forderte die USA auf, sich aus Konflikten herauszuhalten, die nicht in ihre Verantwortung fallen.
Tucker Carlson, bekannt für sein polarisierendes Auftreten und seine oft als unkritisch wahrgenommenen Interviews, hatte vorher bereits mit Gesprächspartnern wie Wladimir Putin Kontroversen ausgelöst.

