Ein starkes Bündnis für Europas Verteidigung: Deutsch-französische Zusammenarbeit im Fokus
Die Verteidigungspolitik Europas ist ohne Frage auf einen stabilen und effektiven deutsch-französischen Antrieb angewiesen, erklärte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD nach einem produktiven Gespräch mit seinem französischen Amtskollegen Sébastien Lecornu in Osnabrück. Zu einer gemeinsamen Pressekonferenz betonte Pistorius die entscheidende Rolle dieser Zusammenarbeit, besonders bei gemeinsamen Rüstungsprojekten. Beide Minister seien sich einig, dass eine gestärkte europäische Verteidigungsstrategie in enger Zusammenarbeit der beiden Nationen erreicht werden kann.
Zuversicht äußerte Pistorius auch im Hinblick auf den schwelenden Streit um die Entwicklung des Future Combat Air System (FCAS), ein ambitioniertes Luftkampfsystemprojekt, das Deutschland, Frankreich, und Spanien gemeinsam verfolgen. 'Wir werden noch in diesem Jahr Klarheit bei FCAS schaffen', versprach er und zeigte sich optimistisch, dass alle Herausforderungen überwunden werden können.
Die Einladung von Lecornu nach Osnabrück durch Pistorius unterstrich die Wichtigkeit der bilateralen Gespräche. Neben den militärischen Kooperationen stand auch die aktuelle Situation in der Ukraine auf der Agenda. Als symbolischen Akt reihten sich die Minister in die historische Tradition ein, indem Lecornu das Goldene Buch der Stadt unterzeichnete. Ein Besuch im Rheinmetall-Werk in Unterlüß rundete das Treffen ab.

