Ein neuerlicher Schließfach-Coup erschüttert Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen sieht sich erneut mit einem dramatischen Bankeinbruch konfrontiert: In einer Filiale in Halle, nahe Bielefeld, sind während der Geschäftszeiten am Dienstag vier Schließfächer aufgebrochen worden. Die Ermittlungen der Polizei sind in vollem Gange, während betroffene Kundinnen und Kunden bereits informiert wurden. Der genaue Umfang des Schadens steht bislang noch aus. Die Ermittler sind auf der Suche nach Hinweisen aus der Bevölkerung, wie die Täter in den gesicherten Schließfachbereich eindringen konnten.
Dieser Vorfall ist nur das jüngste Ereignis in einer Serie von Schließfacheinbrüchen, die seit einigen Monaten das Land in Atem halten. Schon in Bonn wurden Mitte Dezember zwei Schließfächer das Ziel krimineller Aktivitäten – hier steht ein ehemaliger Bankmitarbeiter unter Verdacht, in die Tat verwickelt zu sein. Ein weiterer Fall in Gelsenkirchen erreichte einen völlig neuen Maßstab: Über 95 Prozent der dortigen 3.250 Kundenschließfächer wurden von unbekannten Tätern geplündert. Der Schaden wird mit über 30 Millionen Euro beziffert, mit der Möglichkeit, dass der tatsächliche Wert weit darüber liegt. Dieser Einbruch gehört möglicherweise zu den größten in der Geschichte der Bundesrepublik, nachdem er am frühen Montagmorgen aufgedeckt wurde.

