Eigentumswohnungen in Deutschland: Erschwinglicher, aber nicht überall
Eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln zeigt, dass der Erwerb von Eigentumswohnungen in Deutschland insgesamt erschwinglicher geworden ist. Käufer aus den oberen 30 Prozent der Einkommensskala müssen im Durchschnitt 29 Prozent ihres verfügbaren Nettoeinkommens für die Finanzierung verwenden. Diese Quote liegt unter der kritischen Schwelle von 35 Prozent, die als Grenze zur Unbezahlbarkeit gilt.
Der Münchner Finanzierungsvermittler Interhyp, Auftraggeber der Studie, veröffentlicht regelmäßig den "Erschwinglichkeitsindex", der die finanzielle Zugänglichkeit von Wohnimmobilien bewertet. Im Herbst erreichte der Index 128 Punkte, was eine günstige Entwicklung signalisiert. Dennoch weist der aktuelle Wert eine beträchtliche Abweichung von 2015 mit damals 221 Punkten auf.
Trotz der positiven Entwicklungen bleibt der Immobilienmarkt in fünf deutschen Metropolen herausfordernd. In Städten wie München, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln liegt der Erschwinglichkeitsindex unter 100 Punkten. Insbesondere München sticht negativ hervor, da 43 Prozent des Nettoeinkommens der relevanten Haushalte für die Immobilienfinanzierung benötigt werden.
Im Vergleich schneiden Düsseldorf und Stuttgart von den größten Städten am besten ab. Ein deutlicher Trend zeigt sich Richtung ländlicher Regionen, wo die Belastung auf durchschnittlich 26 Prozent sinkt. Hier können Käufer wesentlich kostengünstiger Wohnraum finanzieren.

