Ehrenamt versus Aktivrente: Ein fundamentales Dilemma?
Die gesellschaftspolitische Frage nach dem Balanceakt zwischen Aktivrente und ehrenamtlichem Engagement bleibt brisant. Immer mehr Menschen fragen sich: Was machen die 87 Prozent, die nicht nebenbei für Geld arbeiten?
Die Antwort vieler scheint das Ehrenamt zu sein. Eine Tätigkeit, die vor allem jenen ermöglicht, die weder ständig auf Reisen gehen noch im Lehnstuhl verweilen wollen und dennoch nicht in finanzielle Not geraten sind. Die Bedeutung des Ehrenamts ist dabei keineswegs zu unterschätzen.
Selbst höchste Ämter unseres Landes, darunter jeder Bundespräsident, haben stets betont, dass unsere Volkswirtschaft ohne das Engagement Ehrenamtlicher nicht funktionieren könnte. Diese Menschen halten insbesondere die unteren sozialen Bereiche im Laufen, erhalten dabei selten mehr als eine Aufwandsentschädigung und nur wenige von ihnen werden mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Sollte es jedoch dazu kommen, dass sich mehr Menschen zugunsten der finanziellen Anreize der Aktivrente entscheiden und das Ehrenamt vernachlässigen, könnten die Folgen weitreichend sein. Eine solche Entwicklung würde sich, wie einige Experten warnen, kontraproduktiv auf das soziale Gefüge und die wirtschaftliche Stabilität auswirken.

