Ehemaliger Trump-Berater fordert aktives Handeln der USA bei Bitcoin

Die US-Regierung besitzt derzeit etwa 378.372 Bitcoin im Wert von über $24 Milliarden, basierend auf Daten von Arkham Research. Trotz der Unterzeichnung eines Exekutivbefehls durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zur Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve wurde seitdem kein weiterer Bitcoin erworben.
Die Regierung hat ihre Bestände nicht über die digitalen Vermögenswerte hinaus erweitert, die aus kriminellen Beschlagnahmungen stammen. David Bailey, ein ehemaliger Krypto-Berater der Trump-Administration, sieht darin eine entscheidende Lücke.
Bailey: Sympathie allein reicht nicht aus
“Liking Bitcoin is not enough,” sagte Bailey letzte Woche auf der Bitcoin Investor Week Conference in New York City. Er betonte den Unterschied zwischen politischem Wohlwollen und tatsächlichem Handeln.
Seiner Meinung nach ist Trumps Unterstützung für Bitcoin zwar echt, aber Unterstützung allein bewegt weder Märkte noch politische Entscheidungen.
Politisches Kapital einsetzen ist entscheidend
Bailey erklärte, dass die Administration einen wichtigen ersten Schritt gemacht habe. Doch erste Schritte führen nicht automatisch zu weiteren Fortschritten.
Ohne die Bereitschaft, Widerstände zu überwinden – sei es von Haushaltswächtern, skeptischen Gesetzgebern oder einem politischen System, das sich neuen finanziellen Ideen nur schwer anpasst – bleibt der Exekutivbefehl weitgehend symbolisch.
Berichten zufolge erkannte der KI- und Krypto-Koordinator des Weißen Hauses, David Sacks, die Herausforderung frühzeitig an. Nur zwei Monate nach der Unterzeichnung des Exekutivbefehls sagte Sacks, dass eine Erweiterung der Bitcoin-Bestände der Regierung einen “budget-neutralen” Ansatz erfordern würde – also keine neuen Steuern und keine neuen Schulden.
Diese Einschränkung hat sich als schwer zu umgehen erwiesen. Ein Rahmen, wie dies erreicht werden könnte, wurde bisher nicht öffentlich gemacht.
Bailey sparte nicht mit klaren Worten. “Unless you’re willing to bear the political capital necessary to mobilize the different gears necessary to move the ball forward,” sagte er, bleibt das Ergebnis dasselbe, unabhängig davon, ob ein Politiker Bitcoin mag oder nicht.
Er hob den Unterschied zwischen der Äußerung einer Meinung und der tatsächlichen Umsetzung hervor.
Bailey: Bitcoin gewinnt in jedem Fall
Trotz der Kritik zeigte sich Bailey nicht pessimistisch. Er sagte dem Konferenzpublikum, dass Bitcoin keine staatlichen Maßnahmen benötigt, um zu überleben oder zu wachsen. Die Frage sei nur eine der Zeit.
“Whether it’s four years from now, or 10 years from now, or 20 years from now,” sagte er, “we will get to the point where we actually have a government that is conducive to the rules we need for Bitcoin to be successful.”
Bailey leitet nun KindlyMD, ein Unternehmen für Bitcoin-Treasury, und machte deutlich, dass sein Fokus auf der Erweiterung des Besitzes liegt, anstatt auf Washington zu warten.
Mehr Bitcoin-Besitzer bedeuten mehr Wähler, die ein persönliches Interesse an einer pro-Bitcoin-Politik haben – und das, so argumentierte er, macht die Adoption im Laufe der Zeit unvermeidlich.

