Edelmetalle im Höhenflug: Spannungen im Iran und US-Arbeitsmarktbericht treiben Kurse an
Die Edelmetallmärkte verzeichneten jüngst einen deutlichen Anstieg, angeführt von kräftigen Kursgewinnen bei Gold und Silber. Ausschlaggebend waren dabei sowohl der aktuelle US-Arbeitsmarktbericht als auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Iran. Gold, traditionell als sicherer Hafen in Zeiten der Unsicherheit betrachtet, kletterte am Freitagnachmittag um knapp ein Prozent auf 4.517 Dollar pro Feinunze. Damit nähert sich das Edelmetall seinem Rekordhoch von Ende Dezember. Zuvor hatten Gewinnmitnahmen den Preis vorübergehend auf 4.275 Dollar gedrückt.
Silber, das neben seiner Rolle als sicherer Hafen auch als bedeutendes Industriemetall in der Technologie- und Energiesparte gefragt ist, stieg zeitweise um vier Prozent auf 80,12 Dollar. Trotz starker Schwankungen in den letzten Wochen markierte das Edelmetall Ende Dezember ein Rekordhoch bei über 84 Dollar, bevor es kurzfristig auf 70 Dollar fiel. Der vergangene Jahresanstieg von fast 150 Prozent unterstreicht die immense Nachfrage und das Vertrauen der Investoren in Silber.
Experten führen die jüngsten Kursgewinne neben den globalen Unsicherheiten auch auf die angespannte Lage im Iran zurück. Dort führten massive Demonstrationen zu einem vollständigen Internetausfall und Berichten über zahlreiche Opfer durch staatliche Gewalt. Gleichzeitig veröffentlichten die USA Daten, die auf eine mäßige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hindeuten. Die abnehmende Beschäftigungsdynamik bei leicht gesunkener Arbeitslosenquote könnte Druck auf die US-Notenbank Federal Reserve ausüben, die Zinsen schneller zu senken. Dies würde die Attraktivität von US-Staatsanleihen verringern und Edelmetalle für Investoren noch interessanter machen.

