Edelmetalle im Aufwind: Gold- und Silberpreise steigen inmitten geopolitischer Spannungen
Die Preise für Gold und Silber verzeichnen einen signifikanten Anstieg, ausgelöst durch aktuelle geopolitische Spannungen im Iran und die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts. Eine Feinunze Gold legte um nahezu ein Prozent zu und erreichte am Nachmittag 4.517 Dollar, womit der Goldpreis erneut dem Rekordhoch von Dezember nahe kommt. Nachdem Gewinnmitnahmen den Goldpreis kurzzeitig drückten, erlebt das Edelmetall nun wieder einen Aufschwung. Im vergangenen Jahr konnte Gold seinen Wert um bemerkenswerte 65 Prozent steigern, so stark wie seit 1979 nicht mehr.
Silber zeigt eine noch faszinierendere Entwicklung. Der Preis stieg am Freitag um bis zu vier Prozent auf 80,12 Dollar, nachdem er Ende Dezember ein Rekordhoch von über 84 Dollar erreicht hatte. Trotz anhaltender Preisschwankungen bei Silber bleibt der Jahreszuwachs mit fast 150 Prozent beeindruckend. Silber fungiert nicht nur als sicherer Hafen, sondern ist auch ein unverzichtbares Industriemetall für Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Energieanwendungen.
Analysten führen den Preisanstieg der Edelmetalle auch auf die besorgniserregende Lage im Iran zurück. Nach den größten Demonstrationen seit Beginn der jüngsten Protestwelle wurde das Internet abgeschaltet, und es kamen Berichte über Gewalt durch Sicherheitskräfte auf. Zusätzlich beeinflusste der jüngste US-Arbeitsmarktbericht die Preisentwicklung. Die durchwachsenen Arbeitsmarktdaten könnten die US-Notenbank Fed zu schnelleren Zinssenkungen drängen, was die Anziehungskraft von Edelmetallen im Vergleich zu US-Staatsanleihen erhöht.

