ECE-Chef Alexander Otto bleibt gelassen trotz Signa-Krise
Der Chef des Hamburger Immobilienkonzerns ECE, Alexander Otto, zeigt sich unbeeindruckt von den Auswirkungen der Signa-Krise auf die Branche. In einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" äußerte sich Otto optimistisch: "Die Stimmung in der Branche ist schon jetzt denkbar schlecht, sie wird durch die Probleme von Signa sicher nicht besser." Allerdings betonte er auch, dass die Immobilienbranche sehr fragmentiert sei und Signa keinen besonderen Marktanteil habe. Daher seien die Folgen der Krise überschaubar.
Die österreichische Signa Holding GmbH, die dem Immobilien- und Handelsunternehmer René Benko gehört, hatte kürzlich ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen, das aus einem komplexen Firmengeflecht mit Hunderten von Einzelfirmen besteht, umfasst unter anderem die Galeria Karstadt Kaufhof. Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern musste zum zweiten Mal Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen. Galeria ist in fünf der rund 100 ECE-Shoppingcenter in Deutschland vertreten.
Die ECE ist eines der größten Immobilienunternehmen in Deutschland und vor allem für seine rund 200 Shoppingcenter in ganz Europa bekannt. Laut Otto entwickelten sich die Geschäfte in den ECE-Centern im laufenden Jahr positiv: "Bis Ende September lagen wir beim Umsatz europaweit rund zwölf Prozent über dem Vorjahr." Auch das Weihnachtsgeschäft sei gut angelaufen. Dennoch erwartet Otto, dass die Immobilienbranche im kommenden Jahr weiterhin unter Druck stehen wird. Eine Belebung rechnet er erst für das Jahr 2025. (eulerpool-AFX)

