DWS setzt neue Maßstäbe: Ambitionierte Wachstumsziele und Blick auf Sonderdividende
Die Investmentgesellschaft DWS, Tochter der Deutschen Bank, übertrifft ihre gesteckten Ziele für das Jahr 2025 und hebt die Messlatte für die Zukunft. Aktionäre können sich über eine Überraschung freuen: Für das Jahr 2027 plant das Unternehmen die Ausschüttung einer Sonderdividende. Der neue Mittelfristplan sieht vor, dass der Gewinn je Aktie bis 2028 jährlich um beeindruckende 10 bis 15 Prozent ansteigen soll.
Ursprünglich plante der DWS-Chef Stefan Hoops für die Jahre 2026 und 2027 ein jährliches Wachstum des Gewinns je Aktie von zehn Prozent. Im letzten Jahr jedoch erwirtschaftete DWS bereits 4,64 Euro Gewinn je Aktie, was die eigene Prognose von 4,50 Euro übertraf. Diese erfreulichen Nachrichten fanden auch bei den Anlegern Anklang.
Im nachbörslichen Handel auf Tradegate legte die DWS-Aktie um etwa viereinhalb Prozent zu und erreichte 59,95 Euro, was auf einen möglichen Rekordhoch im kommenden Xetra-Haupthandel hindeutet. Der aktuelle Rekord liegt bei 59,90 Euro.
Die Börsenbewertung des Fondsanbieters liegt derzeit bei rund zwölf Milliarden Euro, wobei die Deutsche Bank fast 80 Prozent der Anteile besitzt. Kosteneffizienz ist ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie. Das Unternehmen strebt an, dass 2027 weniger als 55 Prozent der Erträge durch Kosten aufgezehrt werden. Letztes Jahr senkte DWS dieses Verhältnis bereits auf 58 Prozent.
Das Jahr 2025 markierte für DWS ein Rekordjahr infolge eines erheblichen Anstiegs der Anlegergelder. Dadurch stiegen die Erträge um 14 Prozent auf 3,16 Milliarden Euro, während die Kosten stabil blieben. Der Vorsteuergewinn kletterte um 39 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro, und das verwaltete Vermögen wuchs um 73 Milliarden Euro auf nahezu 1,1 Billionen Euro. Die Dividende des abgelaufenen Geschäftsjahres wird von 80 Cent auf 3 Euro angehoben.

