Drohnenalarm versetzt Dänemark in erhöhte Alarmbereitschaft
Dänemarks Regierung hat, nach dem verstörenden Auftreten von Drohnen über mehreren Flughäfen des Landes, für eine erhöhte Alarmbereitschaft gesorgt. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen beschreibt die Situation nach Gesprächen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte als 'ernst'. In Deutschland zieht Verteidigungsminister Boris Pistorius Parallelen zur geopolitischen Lage und spricht von einem Wandel von Frieden hin zu einer komplexeren Bedrohungslage. Offizielle Stellen in Dänemark vermuten, dass professionelle Akteure hinter den drohnengestützten Zwischenfällen stecken, konkrete Informationen zum Verursacher fehlen jedoch.
Besonders auffällig: Finn Borch vom Inlandsgeheimdienst PET deutet die Ereignisse als Form hybrider Kriegsführung, welche auch andere europäische Länder in Schrecken versetzt. Eine mögliche russische Beteiligung wird in Betracht gezogen, während Russland jegliche Verantwortung über die dänische Botschaft dementiert. Am vergangenen Montag kam es zu einem vierstündigen Betriebsstopp am Flughafen Kopenhagen, ein schmerzhafter Einschnitt in den Luftverkehr Skandinaviens, der tausende Passagiere betraf.
Auch der Flughafen Aalborg, Heimatstadt der Ministerpräsidentin und sinnbildlich für die politisch angespannte Situation, war betroffen und musste temporär geschlossen werden. Trotz der bedrohlichen Drohnenaktivitäten sei laut Polizei keine unmittelbare Gefahr für Menschen vor Ort entstanden. Von möglichen Sabotageakten über kritischen Einrichtungen bis hin zu Drohnensichtungen über Ölfeldern und Häfen sind weitere Szenarien denkbar.
Während die Ermittlungen durch dänische Sicherheitsbehörden laufen, bleibt eine Aktivierung des Nato-Artikel 4 als mögliche Reaktion im Raum stehen. Minister Troels Lund Poulsen zufolge bleibt die Entscheidung dazu jedoch noch aus. Die Lage erfordert eine umgehende und koordinierte Antwort der Verbündeten innerhalb der Nato, wie Rutte betont. Eine kollektive Sicherheitsstrategie ist gefragt, um zukünftige Gefährdungen der dänischen Infrastruktur effektiv abzuwenden, was die Dringlichkeit dieser Herausforderung unterstreicht.

