Drohende Internetsperren im Iran: Sicherheitsbedenken eskalieren
Der Iran steht möglicherweise vor einer drastischen Einschränkung des freien Internetzugangs, wie aus verschiedenen Berichten hervorgeht. Fachleute und Aktivisten warnen vor einer erheblichen Beschränkung des Zugangs zu internationalen Webseiten, die bereits in wenigen Stunden eintreten könnte. Die Analysefirma Netblocks meldete kürzlich eine signifikante Abnahme des Internetverkehrs im Land und unterstreicht damit die wachsende Sorge um den digitalen Austausch.
Zeitgleich machte die iranische Cybersicherheitsbehörde auf eine neue Sicherheitsvorgabe aufmerksam. Demnach wird Beamten der Gebrauch von Geräten, die mit dem Netzwerk verbunden sind – darunter Smartphones, Smartwatches und Laptops – untersagt. Auch der breiten Bevölkerung wird nahegelegt, die Nutzung dieser Geräte stark einzuschränken, um möglichen Bedrohungen vorzubeugen.
Die Hintergründe dieser Maßnahmen scheinen teilweise in jüngsten Äußerungen von Yechiel Leiter, Israels Botschafter in Washington, zu liegen. Laut US-Medienberichten versprach er Ereignisse, die an eine israelische Geheimdienstoperation gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon im Jahr 2024 erinnern könnten. Damals sorgten gezielte Explosionen von Kommunikationsgeräten der pro-iranischen Gruppe für zahlreiche Opfer und Verletzte.

