Dow Jones bei 50.000 Punkten: Ein fragiler Triumph?

Der Dow Jones Industrial, das Aushängeschild der New Yorker Wall Street, hat am vergangenen Freitag ein bemerkenswertes Rekordhoch von über 50.000 Punkten erreicht. Doch der Wochenstart verlief weniger dynamisch, als das Börsenbarometer um die psychologisch bedeutende Marke schwankte. Interessanterweise erholte sich die technologielastige Nasdaq-Börse, die zuletzt unter Druck geraten war, leicht.
Im frühen Montagshandel verlor der Dow Jones leicht um 0,1 Prozent auf 50.054 Punkte. Parallel dazu zeigte sich der S&P 500 mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 6.947 Zähler. Der Nasdaq 100 setzte seinen Aufwärtstrend fort und stieg um 0,3 Prozent auf 25.141 Punkte. Analyst Ronald Gehrt von der Brokerfirma Lynx sieht in den kommenden Tagen einen entscheidenden Zeitpunkt.
Der jüngste Ausbruch über die 50.000-Punkte-Marke könnte rasch verpuffen, wenn der Index erneut darunter fällt. Interesse zeigt sich derzeit vor allem bei Aktien, die vom breit angelegten Wachstum der US-Wirtschaft profitieren könnten—eine Dynamik, die laut Experten nicht gegeben ist. In der Technologiewelt machten besonders Nvidia mit einem Anstieg von 3,1 Prozent von sich reden, während Microsoft ihren Kurs um 1,5 Prozent steigerte.
Anders erging es dem Online-Riesen Amazon, dessen Aktienwert um 2,6 Prozent fiel, belastet durch Ankündigungen zu Investitionen in Künstliche Intelligenz, ähnlich wie Alphabet zuvor. Oracle konnte mit einem bemerkenswerten Plus von knapp 10 Prozent Aufmerksamkeit erregen, unterstützt durch eine Kaufempfehlung von D.A. Davidson. Unter den Unternehmen außerhalb des Tech-Sektors stieg Eli Lilly um 0,9 Prozent, während Hims & Hers drastisch um 26 Prozent fiel.
Hintergrund war der Rückzug einer kostengünstigen Alternativpille zur Abnehmpille Wegovy von Novo Nordisk. Analyst James Gordon von Barclays sieht damit weniger Konkurrenz für Eli Lillys Zepbound. Der Lebensmittelhändler Kroger verzeichnete einen kräftigen Anstieg um 7,1 Prozent, getragen durch die Ernennung des ehemaligen Walmart-Chefs Greg Foran zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Dies und die Bestätigung der Jahresziele für 2025 geben dem Unternehmen frischen Aufwind.

