Donkey Kong Bananza: Entwickler gesteht kurze Ruckler bei gewaltigen Zerstörungs-Sequenzen ein
Der Thronfolger ist bereit, sein Reich zu erschüttern. Nach dem phänomenalen Start der Nintendo Switch 2 steht mit Donkey Kong Bananza der nächste hochkarätige Exklusivtitel in den Startlöchern und verspricht, die Gaming-Welt ab dieser Woche im Sturm zu erobern. Alles, was wir bisher von diesem 3D-Plattformer gesehen haben, schreit nach einem Meisterwerk: Die Bestätigung von Pauline als spielbarem Charakter, die Einführung der vielseitigen Bananza-Kräfte und die alles entscheidende Tatsache, dass das Genie-Team hinter Super Mario Odyssey hier die kreativen Fäden zieht. Doch unter der opulenten, farbenfrohen Oberfläche brodelt eine bewusste Design-Entscheidung, die für Diskussionen sorgen wird.
Eine Symphonie der Zerstörung, ermöglicht durch neue Technologie
Director Kazuya Takahashi gewährte in einem Interview mit Lavanguardia einen tiefen Einblick in die kreative Vision des Teams. Es ging um mehr als nur um das Zerschlagen von ein paar Kisten. „Wir wollten eine Kontinuität in der Zerstörungskette erschaffen“, erklärt Takahashi, „und um das zu erreichen, mussten wir eine riesige Anzahl an zerstörbaren Objekten einbauen.“ Eine Vision, die erst durch die Leistung der Nintendo Switch 2 Realität werden konnte. Sie erlaubte es, unzählige Elemente, verschiedenste Materialien und großangelegte Zerstörungsszenarien auf dem Bildschirm darzustellen. „Um das Befriedigungsgefühl der Zerstörung zu maximieren, haben wir zudem enormen Aufwand in die Effekte, die Geräusche und das Aussehen der zerstörten Objekte gesteckt.“ Es ist ein wahres Destruktions-Ballett, das hier aufgeführt wird.
Der bewusste Kompromiss: Fun über Framerate
Doch scharfsichtigen Beobachtern in den Gameplay-Trailern dürfte es nicht entgangen sein: In Momenten des ultimativen Chaos scheint die Bildrate leicht ins Wanken zu geraten. Ein Schönheitsfehler in einem sonst makellosen Bild? Keineswegs, wie Takahashi offen zugibt. Er bestätigt, dass es bei „großen Veränderungen und Zerstörungen in der Umgebung“ zu leichten Performance-Einbrüchen kommen kann. Doch anstatt dies als Schwäche abzutun, enthüllt er die Philosophie dahinter. „Es gibt mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Erstens haben wir absichtlich Hit-Stop und Zeitlupeneffekte genutzt, um die Wucht der Einschläge zu betonen. Zweitens, weil wir Voxel-Technologie verwenden, gibt es Momente mit massiven Veränderungen.“ Das Team sei sich dessen bewusst, doch da das Gesamterlebnis flüssig sei, habe man bei diesen großangelegten Veränderungen letztendlich der „Spielbarkeit und dem Spaß“ die oberste Priorität eingeräumt. Es ist ein klares Statement: Das Gefühl der unbändigen Macht ist wichtiger als eine sterile, technische Perfektion.
Mehr als nur Chaos: Der Kern der Bananen-Insel
Wir werden die Performance natürlich im Detail analysieren, sobald wir selbst Hand anlegen können. Doch Donkey Kong Bananza ist so viel mehr als nur seine Zerstörungsmechanik. Das Abenteuer führt den König des Dschungels am 17. Juli tief ins Innere der Insel Ingot Isle, zu einem Kern, der Wünsche erfüllen soll. An seiner Seite ist Pauline, die einen Weg nach Hause sucht und im Koop-Modus sogar vollständig spielbar ist. Durch das Sammeln von Banadium-Edelsteinen kannst du Donkey Kongs Fähigkeiten verbessern, während unzählige Outfits darauf warten, freigeschaltet zu werden und dem Duo einzigartige Vorteile verschaffen. Es ist eine Welt, die darauf wartet, nicht nur demoliert, sondern auch bis in den letzten Winkel erkundet zu werden.


