Donald Trump begnadigt Binance-Gründer – Ein neuer Kurs für die Kryptowährungsindustrie
US-Präsident Donald Trump hat den umstrittenen Binance-Gründer Changpeng Zhao begnadigt, der zuvor wegen Geldwäsche-Verstößen in die Schlagzeilen geraten war. Unter Trumps Amtsvorgänger Joe Biden waren Zhao und seine Handelsplattform als Teil einer konsequenten Durchsetzung der Geldwäschegesetze im Visier der Ermittlungen. Mit der begnadigenden Geste signalisiert Trump jedoch einen möglichen Wendepunkt im Umgang mit der Kryptowährungsbranche.
Zhao hatte sich im Jahr 2023 schuldig bekannt und seine Haftstrafe von nur vier Monaten bereits abgesessen. Trotz seiner Rücktritte bei Binance behielt er seine Anteile, deren Wert Bloomberg zufolge bei beeindruckenden 54,5 Milliarden Dollar liegt. Damit steht er auf Platz 31 der reichsten Personen weltweit. Die Vorwürfe gegen Zhao beinhalteten keine Betrugshandlungen oder direkte Geschädigte, wie Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, betonte.
Mit dem Ende der Ermittlungen könnte Binance jetzt die Chance nutzen, wieder in den US-Markt einzutreten. Die Plattform war nach Trumps Wiederwahl eine strategische Partnerschaft mit World Liberty Financial, dem Kryptowährungsunternehmen der Trump-Familie, eingegangen. In Gesprächen mit dem US-Finanzministerium wird bereits erwogen, die Überwachung der Börse zeitlich zu verkürzen.
Die Vorwürfe gegen Binance und Zhao beinhalteten das Umgehen von Geldwäsche- und Sanktionsbestimmungen. Trotz Millionen von US-Kunden wurden nicht die erforderlichen Kontrollmechanismen implementiert, was unter anderem Transaktionen von 900 Millionen Dollar zwischen den USA und dem sanktionierten Iran ermöglichte. Als Teil des Schuldeingeständnisses zahlten Binance und Zhao erhebliche Strafen von insgesamt knapp 4,35 Milliarden Dollar.

