Dollar setzt Euro weiter unter Druck – Anleger blicken gespannt auf Nvidia
Der Euro befindet sich weiterhin im Abwärtstrend und sank bereits den vierten Handelstag in Folge. Am Nachmittag erreichte die Gemeinschaftswährung einen Tiefstand von 1,1547 US-Dollar, nachdem sie am Morgen noch zu einem leicht höheren Kurs gehandelt wurde. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs für den Euro auf 1,1583 Dollar fest, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vortag darstellt. Der Dollar zeigte sich indes stark und profitierte von seiner Stabilität gegenüber anderen wichtigen Währungen, was den Euro weiter in Bedrängnis brachte.
Marktspekulationen über den zukünftigen Kurs der US-Notenbank Fed unterstützen die aktuelle Stärke des US-Dollars. Zweifel an einer baldigen Zinssenkung im Dezember trugen zur Stärkung der Währung bei, da die Anleger allgemein vorsichtiger agierten. Die Perspektive auf die bevorstehenden Quartalszahlen des US-amerikanischen Technologieriesen Nvidia sorgte überdies für hohes Interesse. Die Ergebnisse könnten Hinweise auf Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) geben, einem der aktuell bedeutendsten Trendthemen.
Gleichzeitig richten sich die Augen der Anleger auf das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank, dessen Veröffentlichung am Abend erwartet wird. Dieses Dokument sowie die für Donnerstag angesetzten US-Arbeitsmarktdaten werden mit Spannung verfolgt, da beide wichtige Hinweise zu einer etwaigen Zinsentscheidung im Dezember liefern könnten. Die geldpolitischen Strategien der Fed hängen maßgeblich von den US-Konjunkturdaten ab, was den Wertungsfokus der Investoren intensiviert.
Die EZB gab weitere Referenzkurse bekannt: So wurden für einen Euro 0,88270 britische Pfund, 180,85 japanische Yen und 0,9284 Schweizer Franken festgelegt. Der Goldmarkt verzeichnete ebenfalls eine Preissteigerung, wobei eine Feinunze zuletzt 4.129 Dollar kostete, was einem Anstieg um etwa 62 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.

