Disneys Gewinnrückgang trotz Umsatzplus: Werbeausgaben als Belastungsfaktor
Der US-amerikanische Unterhaltungsgigant Walt Disney sah sich im ersten Geschäftsquartal mit hohen Werbeausgaben für seine Kinofilme konfrontiert, die das Ergebnis belasteten. Insbesondere das Marketing für die zum Jahresende gestarteten Produktionen 'Zootopia 2' und 'Avatar: Fire and Ash' führte dazu, dass der Nettogewinn in den drei Monaten bis Ende Dezember um 6 Prozent auf 2,4 Milliarden US-Dollar sank, trotz eines Umsatzanstiegs um 5 Prozent auf knapp 26 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung kam jedoch nicht überraschend für Disney, da das Unternehmen bereits vor potenziellen Belastungen gewarnt hatte.
Positiv hervorzuheben ist, dass der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,63 Dollar die Erwartungen der Analysten übertraf. Dies führte zu einem Kursanstieg der Disney-Aktie um drei Prozent im vorbörslichen US-Handel. Für das zweite Geschäftshalbjahr, das im September endet, rechnet Disney mit einer Verbesserung und strebt für das gesamte Geschäftsjahr eine zweistellige prozentuale Steigerung des bereinigten Gewinns je Aktie an.
Konzernchef Bob Iger bleibt nach dem ersten Quartal vorerst im Amt. Parallel zu den finanziellen Entwicklungen scheint sich auch in der Nachfolgesuche für Iger eine Entscheidung abzuzeichnen. Laut Insidern könnte der Verwaltungsrat schon bald Josh D'Amaro, den Leiter der Freizeitpark-Sparte, zum neuen CEO ernennen. Berichten zufolge steht eine Abstimmung des Gremiums unmittelbar bevor. Eine offizielle Bekanntgabe zur neuen Führungsspitze steht noch aus, das Unternehmen wird sich äußern, sobald eine Entscheidung getroffen ist.

