Diplomatisches Tauziehen in Florida: Trumps und Selenskyjs Gipfeltreffen ohne Durchbruch
Das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida endete ohne konkrete Fortschritte bei der Lösung des Ukraine-Konflikts. Auf die Frage nach einem möglichen Friedensabkommen meinte Trump, optimistisch: „Vielleicht in ein paar Wochen, wenn alles gut läuft.“ Jedoch Betonung auf die Unsicherheiten blieb nicht aus, da Russland, ein entscheidender Faktor im Konflikt, nicht an den Gesprächen beteiligt war. Trotz eines im Vorfeld geführten Telefonats zwischen Trump und Kremlchef Wladimir Putin blieben greifbare Ergebnisse aus. Putin hatte zuvor klargestellt, dass die Ukraine im Konflikt weiterhin Druck aus Moskau zu erwarten hätte, insbesondere durch die Forderung nach Gebietsabtretungen im Donbass.
Selenskyj äußerte sich nach dem Treffen positiv und betonte die Stärke der Ukraine, unterstützt durch umfangreiche Hilfen der EU, gegen jede Form von Kapitulation. Selenskyj kündigte an, dass weitere Treffen der Teams zur Vertiefung der Gespräche geplant seien, und stellte die Möglichkeit eines Treffens in Washington im Januar in Aussicht. Während Trump sein Gespräch mit Putin als „gut und sehr produktiv“ beschrieb, suchte Selenskyj offen die Unterstützung westlicher Partner gegen die anhaltende russische Aggression.
Im Zentrum der Verhandlungen steht weiterhin die Frage der Gebietsverzichte in Donezk, ein Thema, das Trump als "schwierig" beurteilte. Die vorläufigen Ergebnisse spiegeln die nach wie vor bestehenden Differenzen wider, insbesondere angesichts von Putins Forderung nach einem Truppenabzug der Ukraine aus Donezk. Diskutiert wurde zudem der Einsatz der russischen Nationalgarde im umkämpften Gebiet.
Ein neuer Vorschlag für eine multilaterale Arbeitsgruppe zur Weiterführung der Gespräche wurde ins Leben gerufen. Diese übernimmt die Aufgaben der Vertiefung der Verhandlungen und wird unter anderem durch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Außenminister Marco Rubio vertreten. Doch konkrete Fortschritte wurden nicht bekannt gegeben, und Trump schwieg zu genauen Inhalten der Gespräche.
Selenskyj betonte die Wichtigkeit von Sicherheitsgarantien für die Ukraine, um zukünftigen russischen Angriffen vorzubeugen. Bemerkenswert war die Anbindung an führende europäische Staats- und Regierungschefs im Rahmen einer Videoschaltung, bei der positive Zwischenergebnisse gelobt wurden. Während durchweg die Bereitschaft zu enger Zusammenarbeit bekräftigt wurde, bleibt die Frage, wie konkrete, nachhaltige Fortschritte erreicht werden können.
Die globale Bühne blickt nun erneut auf die USA, wo Trump eine weitere Unterredung mit Putin in Aussicht stellte. Dieses Gespräch, dessen Zeitpunkt noch unklar bleibt, könnte weitere Impulse für die Friedensdiplomatie setzen. Unterdessen rief Selenskyj die westlichen Partner auf, den politischen Druck auf Russland konsequent aufrechtzuerhalten, um eine Eskalation zu verhindern.

