Diplomatische Spannungen, wirtschaftliche Herausforderungen und strategische Weichenstellungen: Ein Überblick
Im transatlantischen Dialog zeichnete sich jüngst eine Verstimmung ab, nachdem US-Außenminister Marco Rubio ein Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas kurzfristig absagte. Kallas, die eigens von Brüssel nach Washington gereist war, erhielt als Begründung lediglich 'Termingründe', was die diplomatischen Beziehungen leicht ins Wanken brachte.
In Kiew dagegen setzt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf strategische Partnerschaften mit den USA im Rohstoffsektor. Er verkündete, dass die Ukraine zunächst nur ein Rahmenabkommen unterzeichnen werde, bevor es um konkrete finanzielle Aspekte und die Bildung eines Fonds gehe. Selenskyj sprach von einem anspruchsvolleren Vertragswerk, das in Planung sei.
Indessen trüben sich die Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt weiter ein. Der IAB-Frühindikator fiel im Februar auf 98,3 Punkte. Die Prognose zeigt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei stagnierender Beschäftigung. Experten des IAB blicken bereits sorgenvoll auf das Jahr 2025.
Auf politischer Bühne in den USA sorgt der Haushaltsentwurf von Ex-Präsident Donald Trump für Diskussionen. Das Repräsentantenhaus hat dem Entwurf zugestimmt, der umfassende Steuererleichterungen und erhebliche Budgetkürzungen in Höhe von zwei Billionen Dollar über die nächsten zehn Jahre vorsieht.
In Deutschland zeigt sich ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Stimmung. Laut dem Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts planen viele Unternehmen Personalabbau. Im Februar fiel dieser Indikator weiter auf 93,0 Punkte. Ebenso bleibt die Kaufstimmung im Konsummarkt gedrückt, mit anziehender Sparneigung und rückläufigen Einkommens- sowie Anschaffungsneigungen.
Der deutschen Maschinenbauindustrie mangelt es an Wettbewerbsfähigkeit. Laut einer IG Metall-Umfrage sehen viele Betriebsräte dringenden Investitionsbedarf. 37 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Produkte als nicht mehr konkurrenzfähig.
Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen plant die EU-Kommission, Europas Wirtschaft mit klimafreundlichen Maßnahmen aus der aktuellen Krise zu führen. Neue Staatshilfen sollen die klimafreundliche Industrie stärken und die Wettbewerbsfähigkeit Europas sichern. Parallel dazu beabsichtigt die Kommission, das Lieferkettengesetz zu verschieben und um Vereinfachungen zu ergänzen, was Unternehmen Entlastungen von 320 Millionen Euro jährlich bringen soll.

