Digitalisierung des Gesundheitswesens: Elektronische Patientenakte auf dem Vormarsch
Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland erreicht einen entscheidenden Meilenstein. Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Apotheken sind künftig verpflichtet, essenzielle Gesundheitsdaten in die ePA einzupflegen. Diese digitale Umstellung soll die Effizienz in der Behandlung steigern, indem relevante Informationen jederzeit verfügbar sind. Nach Angaben der Digitalagentur Gematik, die mehrheitlich im Besitz des Bundes ist, sind über 90 Prozent der medizinischen Einrichtungen technisch bereit für diesen Wandel. Allerdings haben Krankenhäuser noch mit Verzögerungen zu kämpfen, was den flächendeckenden Einsatz betrifft. Bereits seit Januar bieten Krankenkassen etwa 70 Millionen der über 74 Millionen gesetzlich Versicherten die ePA an. Die Nutzung war jedoch bislang freiwillig. Mit dem 1. Oktober beginnt für Ärzte eine verbindliche Phase, die den bisherigen bundesweiten Freiwilligkeitstest ablöst. Die ePA wird künftig für die Speicherung und den Abruf von Befunden, Laborwerten und Medikamenten eingesetzt - alles mit dem Ziel, die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern.

