Die nächste Xbox wird ein Windows-Monster: Microsoft plant massive Updates für den „Vollbild-Modus“
Es braut sich etwas zusammen in Redmond, und es riecht verdächtig nach einer Revolution im Wohnzimmer. Microsoft scheint endgültig die imaginäre Mauer zwischen PC und Konsole einreißen zu wollen. Nachdem der gut vernetzte Insider Jez Corden bereits im vergangenen Oktober andeutete, dass die kommende Xbox-Generation auf ein „full bore“ Windows-System setzen wird, verdichten sich nun die Hinweise auf eine radikale Umgestaltung. Im Zentrum steht dabei die sogenannte „Full Screen Experience“ von Windows 11 – eine Benutzeroberfläche, die den klassischen Desktop in den Hintergrund drängt und das Sofa-Feeling priorisiert. Doch damit das funktioniert, muss Microsoft tief in den Maschinenraum greifen.
Die Metamorphose der Xbox-App
Laut Corden bereitet der Tech-Gigant „massive Updates“ für die Xbox PC-App vor. Das Ziel? Eine nahtlose Verschmelzung. Die nächste Konsole soll nicht mehr nur ein geschlossener Garten sein, sondern ein offenes Tor zur weiten Welt des PC-Gamings. Stell dir vor, du bootest deine Xbox, landest im gewohnten Dashboard, hast aber plötzlich Zugriff auf Steam, Battle.net und den Epic Games Store – ohne Frickelei, ohne umständliche Workarounds. Das ist die Vision.
Gleichzeitig bleibt Microsoft seinen Wurzeln treu: Deine Bibliothek ist sicher. Bestehende Titel der Xbox One und Series X/S sollen weiterhin tadellos laufen. Abwärtskompatibilität ist hier kein leeres Versprechen, sondern das Fundament, auf dem dieser hybride Ansatz ruht. Es ist der ultimative Brückenschlag: Die Bequemlichkeit einer Konsole gepaart mit der unendlichen Freiheit des PCs.
„This is an Xbox“ – mehr als nur ein Slogan
Diese Strategie erklärt auch die jüngste Marketing-Offensive unter dem Banner „This is an Xbox“. Microsoft versucht uns schon jetzt darauf zu konditionieren, dass „Xbox“ nicht mehr nur der schwarze Kasten unter dem Fernseher ist, sondern ein Ökosystem, das überall existiert. Doch diese eierlegende Wollmilchsau wird ihren Preis haben. Sarah Bond, die Präsidentin von Xbox, sprach bereits von einem „sehr hochwertigen, sehr leistungsstarken“ Gerät.
Und hier liegt der Hund begraben: Die Hardware-Preise kennen aktuell nur eine Richtung – steil nach oben. Insbesondere die eskalierenden Kosten für Arbeitsspeicher (RAM) bereiten den Ingenieuren Kopfzerbrechen. Das führt zu wilden Spekulationen in der Gerüchteküche: Sehen wir die nächste Generation vielleicht erst deutlich später als gedacht? Manche Quellen flüstern bereits, dass der angepeilte Zeitraum von 2027/2028 für Xbox und PlayStation 6 wackeln könnte.
Die Preisspirale dreht sich weiter
Während wir also von einer strahlenden Windows-Zukunft träumen, zieht am Horizont eine dunkle Wolke auf. Wenn schon die aktuelle Hardware teurer wird, was kostet dann erst eine „Premium“-Maschine, die im Grunde ein High-End-PC im Konsolen-Gewand ist? Microsoft steht vor der gigantischen Aufgabe, nicht nur die Technik zu liefern, sondern auch den Preis so zu gestalten, dass wir nicht alle eine Hypothek aufnehmen müssen. Sollten sich die Pläne jedoch bewahrheiten, hätte Microsoft zumindest genug Zeit, Entwickler und Spieler gleichermaßen davon zu überzeugen, dass der Abschied von der klassischen Konsole der einzig logische Schritt ist. Vielleicht erfahren wir auf der GDC im März 2026 schon mehr.


