Die Attraktivität von Gold wird weiter steigen
Das große Aufwachen der Anleger beim Gold hat begonnen

27. Juni 2025, 08:27 Uhr · Quelle: Pressebox
Gold, als zeitloser Wertspeicher, erfährt erneut an Attraktivität, untermauert durch die anhaltenden Käufe der Notenbanken und steigende Unsicherheit auf den Märkten. Die Analysten prognostizieren massive Preisanstiege, wodurch eine Flucht in Gold wahrscheinlicher wird.

Hamburg, 27.06.2025 (PresseBox) - Gold ist ein bemerkenswertes Metall. Keiner braucht es, aber alle wollen es haben. Selbst die erbittertsten Feinde akzeptieren es am Ende ihrer Streitigkeiten als Ausgleich und dem Gold wurde in allen Kulturen und zu allen Zeiten immer ein gewisser Wert zugeschrieben. Dieser schwankte zwar und dies bisweilen durchaus heftig, doch vollkommen wertlos wurde das Gold im Lauf seiner Geschichte noch nie.

Dies gilt neben dem Gold übrigens auch für das Silber, während viele Aktien und Anleihen heute vollkommen wertlos sind und verfallene Immobilien nur noch den Wert des Bodens haben, auf dem sie einst errichtet wurden. Das Gold war in seiner Geschichte teilweise auch ein Zahlungsmittel. Es war allerdings vor allen Dingen zu jeder Zeit ein probates Mittel zur Wertspeicherung.

Diese Funktion des Wertspeichers rückt seit dem Ende der Coronazeit wieder stärker in das Bewusstsein der Anleger. Zunächst schreckte die hohe Inflation die Menschen auf und viele erinnerten sich wieder daran, dass das Gold einen hervorragenden Inflationsschutz darstellt. In der Zwischenzeit ist die Inflation zwar wieder etwas zurückgekommen, doch der Anstieg des Goldes geht unbegrenzt weiter.

Die Notenbanken vertrauen in letzter Instanz nur dem Gold

Im Hintergrund dieser Entwicklung stehen die anhaltenden Goldkäufe der Notenbanken. Diese kaufen Gold nicht, um sich vor Inflation zu schützen. Sie erwerben das gelbe Metall, weil sie wissen, dass es anders als US-Dollar, Euro, Yen und Schweizer Franken eine Anlage darstellen, die nicht ausfallen kann. Gold hat keinen Forderungscharakter und es kann nicht beliebig vermehrt werden.

Auch steht das Gold nicht in der Verfügungsgewalt eines einzigen Staates oder Staatenbundes. Das ist bei den nationalen Währungen ganz anders. Sie stellen eine Zahlungsforderung gegen die jeweilige Notenbank dar und können daher ausfallen, denn Staaten, die ihre Schulden nicht mehr bedienen können und bankrott gingen sind in der Geschichte wesentlich häufiger anzutreffen, als Staaten, die ihre Schulden vollständig zurückgezahlt haben.

Dass die Notenbanken heute Gold kaufen und dieses in ihre Tresore einlagern, aber gleichzeitig auf US-Dollar oder Euro lautetende Staatsanleihen meiden, ist ein sehr deutlicher Vertrauensbeweis für das Gold und gleichzeitig ein erheblicher Beweis von Zweifel und Misstrauen gegenüber den Anleihen anderer Staaten, obwohl diese teilweise recht hohe Zinsen bringen.

Das große Aufwachen der Anleger beim Gold hat begonnen

Die Chance ist hoch, dass man aus der Rückschau das Jahr 2025 einmal als das Jahr bezeichnen wird, in dem die Welt ganz allgemein langsam begann, dem Papiergeld den Rücken zuzukehren. Ein solcher Prozess vollzieht sich niemals über Nacht. Es sind schleichende Prozesse. Diese können aber durch verschiedene Katalysatoren deutlich beschleunigt werden.

Der Amtsantritt von Donald Trump war ein solcher Katalysator, denn die eratische Verhandlungstaktik und Vorgehensweise des US-Präsidenten hat die Anleger zunächst aufgeschreckt und dann langsam aufwachen lassen. Alte, vermeintlich sicherer Annahmen, wie die, dass der US-Dollar sicher sei und dass die USA ihre Verbindlichkeiten bezahlen werden, gelten seit dem 20. Januar 2025 plötzlich nicht mehr. Ersetzt wurden sie durch pure Unsicherheit.

Nichts hasst die Börse mehr als diese Unsicherheit und so wundert es nicht, dass vor diesem Hintergrund der Goldpreis weiter kräftig anstieg, während einzelne Anleihen Kursverluste von bis zu 50% hinnehmen mussten. Wer spekulative Aktien kauft, ist Verluste von 50% und mehr gewohnt. Sie gehören quasi zur Anlagestrategie und werden durch dreistellige Gewinne wieder ausgeglichen.

Der Schock der Anleihegläubiger wird auf Dauer massive Konsequenzen haben

Doch ein Anleger, der Anleihen kauft, will keine spektakulären Gewinne, sondern vor allem Sicherheit und genau kalkulierbare Einnahmen. Diese Anleger werden in ihren Grundfesten erschüttert, wenn der Kurs ihres Investments plötzlich nur noch die Hälfte wert ist. Man kann diesen Aspekt nicht hoch genug gewichten, denn genau an diesem neuralgischen Punkt unterscheiden sich Anleihegläubiger von Aktionären.

Die Konsequenz der durch Donald Trump zusätzlich verstärkten Unsicherheit war eine massive Flucht ins Gold. Sie ist aktuell etwas zur Ruhe gekommen. Doch viel spricht dafür, dass diese Ruhe nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm ist. Nicht nur in den USA, sondern in den meisten Ländern ist das Schuldenproblem alles andere als gelöst. Gleichzeitig besteht an geopolitischen Konflikten aktuell kein Mangel.

Die Frage ist nicht ob sich die Anleger bald wieder an das Gold erinnern werden, sondern nur, wann der nächste Schub erfolgen wird. Dass er kommen wird ist klar. Nicht umsonst haben JP Morgan und Goldman Sachs ihre Preisprognosen für das gelbe Metall immer wieder angehoben.

Ein langjähriger Bullenmarkt liegt vor dem Goldsektor

Selbst Goldpreise von 4.000 US-Dollar und mehr sind derzeit nicht die kühnen Träume vonWeltuntergangspropheten, sondern die nüchternen Berechnungen von Wall-Street-Analysten, die einfach nur mathematisch korrekt der Frage nach gehen, was wohl passieren wird, wenn die Flucht in das Gold auch weiterhin das Denken der Anleger bestimmt.

Der Goldmarkt ist viel zu eng, als dass er eine massive und anhaltende Flucht der Anleger in das Gold ohne weitere massive Preisanstiege verkraften kann. Es vollzieht sich nicht mehr und nicht weniger als ein grundlegender Paradigmenwechsel. Deshalb sollten Sie nicht überrascht sein, wenn im Januar 2029, wenn Donald Trump das Weiße Haus wieder verlassen wird, allgemein die Meinung vorherrscht, dass der Beginn seiner Präsidentschaft ein sehr guter Zeitpunkt zum Kauf von Gold gewesen sei.

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